burgbad-Cup 2025
„Würd ich zum Augenblicke sagen – verweile doch, du bist so schön!“ so hätte wohl Johann Wolfgang von Goethe gesagt, wenn der berühmteste deutsche Dichter beim Burgbadcup 2025 zu Gast gewesen wäre. Denn das Gredinger Intervereineturnier des Tennisclubs Grün-Weiß Greding toppte diesmal alles. „Ein richtig geiler Tag“, so formulierte es ein Teilnehmer salopp in der heutigen Jugendsprache.
Gute Laune, nur fröhliche Gesichter - es war ein Event, das allen so richtig Spaß machte. Insgesamt gingen 29 Mannschaften an den Start. Und bei Bilderbuchwetter zeigten diese den ganzen Tag über packende Tennisspiele. Letztendlich gab es auch noch vier Sieger: Die A-Gruppe holte sich die Burgbadkings, die B-Gruppe ging an die SPD, Kategorie C sicherten sich die „Kreisklassenlegenden“ der DJK Herrnsberg. Die Damenkonkurrenz gewannen die „Red-Sisters“. Letztendlich gab es aber nur Sieger. Denn jeder hatte einen tollen Tag und viel Spaß beim Tennisspielen. Doch nur der Reihe nach, der burgbad-Cup im Zeitraffer:
8.30 Uhr morgens: Ein Blick auf den Aushang. Man traut seinen Augen nicht: 29 Teams gehen an den Start. Sportvorstand Daniel Geyer hat wieder eine erstklassige Arbeit gemacht und ein tolles Tableau aufgestellt. Eine logistische Meisterleitung. Nach und nach füllt sich die Anlage. Die Schläger werden nochmal präpariert, die Trinkflasche geprüft. Es kann losgehen. Gespielt wird in vier Gruppen, eingeteilt nach Leistungsstärke. Die A-Gruppe mit den ehemaligen Mannschaftsspielern, die B-Gruppe sowie die C-Gruppe mit den Anfängern. Dazu kommt noch eine Damenriege mit vier Teams. Unter den Mannschaften sind viele alte Bekannte. Echte Burgbaddauerbrenner, die seit vielen Jahren dem Tennisclub Greding die Treue halte. Wie zum Beispiel der „SC Kevin“, zwei Vertretungen vom Turniersponsor burgbad, die Gebrüder Kühn oder die SPD Greding. Dabei sind diesmal auch eine Vielzahl von neuen Mannschaften, mit höchst kreativen Namen: Das Team „Käsefondue“ ist gar extra aus der Schweiz angereist, es kämpft gegen „Muskelkater garantiert“. Dazu liest man die Mannschaft „Glückauf“ sowie die „Kreisklassenlegenden“ oder „die Adiletten“. Das Ganze ist nur ein kleiner Auszug der Vielzahl an Teams. Diese nehmen ihre Aufgabe allesamt sehr ernst. Teilweise treten sie mit einheitlicher Spielkleidung an, unterstützt wird so mancher von einem kleinen Fanblock. Wenn auch die Mannschaften Jahr für Jahr wechseln, so gibt es doch eine feste Konstante: Der Turniermodus. Zwei Einzel und ein Doppel ist ein Match, genauso wie im Daviscup. Immerhin wird der Burgbadcup das nächste Mal zum dreißigsten (!) Male ausgespielt. Der Modus ist jedoch unverändert.
9.00 Uhr: die Spiele beginnen. Nach und nach akklimatisierten sich die Protagonisten auf der roten Asche, der Umgang mit der gelben Filzkugel wird immer vertrauter. Man agiert zumeist mit einer dominanten Vorhand. Schnell wird klar, dass die meisten Gegner ihre Schwächen doch eher auf der Rückhand haben. Ob Ballwand, Scharfschütze oder Laufwunder - die verschiedensten Spielstile sind zu beobachten und begeistern die Massen. Bis zur Mittagspause wird gespielt als gäbe es kein Morgen. So manch einer studiert schon die Tabellen für den Nachmittag, wenn es dann in die entscheidende Phase geht. Vorbereitung ist alles.
12.00 Uhr: Mittagspause, Ozonalarm, der Planet sticht wie im Italienurlaub, die Teilnehmer suchen sich einen Schattenplatz. Viel trinken ist angesagt. Eine Kopfbedeckung ist nicht verkehrt. Man holt sich noch Gegrilltes und rüstet sich für den Nachmittag. Der fängst zunächst noch locker an:
13.00 Uhr. Der blaue Hartplatz füllt sich langsam. Schließlich kann man hier die neue Sportart Pickle-Ball erproben. Alle sind neugierig. Vorstand Christian Hobauer führt kurz ein. Wer Lust hat, hat jetzt die Gelegenheit, das Rückschlagspiel auszutesten. Gespielt wird hier mit überdimensionalen Tischtennisschlägern. Der Ball ähnelt dem vom Feldhockey. „Sehr anstrengend, aber macht Bock!“, so der Tenor der Spieler. Vor allem die Volleyduelle am Netz begeistern die Übenden. Von Jung bis Alt – jeder möchte es probieren. Man sieht die Supersenioren beim Pickleball. Otto Gilnhammer und Hans Georg Piotrowski testen fachmännisch, ob diese Sportart auch förderungswürdig ist. Auch die Kleinsten versuchten sich spontan auf dem kleinen Pickleball Feld und geben dort eine gute Figur ab. Es macht auf alle Fälle Spaß und man hat schnell Erfolgserlebnisse. Vielleicht wird nächstes Jahr beim burgbadcup eine Pickleball-Konkurrenz ausgespielt. Wer weiß?
13.30 Uhr. Die ersten Finals stehen an. Jetzt naht die Entscheidung bei den Damen. Hier sehen die Zuschauer packendes Tennis. Vier Paarungen gehen hier an den Start. Auf Rang vier landen „die Cousinen“: Felizia Hackner, Anna Regensburger und Paula Hübner spielen ein tolles Turnier. Dazu haben sie den besten Style zu verzeichnen. Jede hat ein extra gedruckte Cousinen-T-Shirts sowie eine Frisur mit Rastazöpfen. Rang drei geht an die MRC Schlagerstars (Sabine und Maria Preischl). Beide sind schon seit Jahren beim Turnier dabei. Knapp davor, „die Ballsirenen“, sie landen auf Rang zwei. Die Mannschaft besteht aus Jana Müller, Renate Landes und Viktoria Klaue. Den Titel des burgbad-Cup Sieger bei den Damen holt sich dann letztendlich das Team der „Red-Sisters“. Maria Herrler, Vroni Dotzer und Ramona Regensburger spielen ein tolles Turnier und siegen verdient.
14.00 Uhr: Countdown in der C-Gruppe. Hier zeigt sich einmal mehr, dass Ballsportler auch mit dem Tenniskugel gut umgehen können. Justus Hackner und Tim Hübner, beide von der Fußballabteilung der DJK Herrnsberg, holen sich den Titel. Die Kreisklassenlegenden bezwingen das Team Käsefondue im Finale. In der Vorrunde hatte man noch verloren. Die Mannschaft „Muskelkater garantiert“ wird Dritter. Tischtennisspieler Norbert Braun von der DJK Obermässing, Tochter Jacqueline Braun mit Freund sowie Cousin Lukas Meier und Cousine Paula Meier bilden ein Team und holen einen tollen dritten Rang. Erwähnenswert: die C-Gruppe – teilweise mit absoluten Anfängern am Start – schlägt sich besonders wacker. Doch das kann gefährlich sein. Wer zu gut ist, muss vielleicht nächstes Jahr in die B-Gruppe?
15.00 Uhr: jetzt ermittelt die B-Gruppe ihren Sieger. Hier ist es ein dornenreicher Weg bis zum Turniersieg. Denn insgesamt 16 Mannschaften nehmen teil, ein Mammutfeld. Über die Gruppenphase und die K.O.-Spiele qualifiziert man sich letztendlich für die Finals. Sieger wird das Team der SPD Greding (Thomas Herrler und Markus Schneider) vor der Mannschaft Hellblau-Weiß. Die beiden Stadträte und Schwager Thomas Herrler und Markus Schneider spielen ein starkes Turnier und gewinnen auch das Finale souverän. Eine Bomben-Leistung, bedenkt man, dass die beiden im Vorjahr noch auf Rang sechs gestanden hatten. Der Trainingsfleiß hat sich gelohnt!
16.00 Uhr: Das Beste kommt wie immer am Schluss: Die Königsklasse, die A-Gruppe. Die Kategorie mit den ehemaligen Mannschaftsspielern besteht zwar diesmal nur aus vier Teams. Das tut der Qualität aber keinerlei Abbruch. Man schenkt sich schon in der Vorrunde nichts. Die Mannschaft „Hauptsache Bleyd machts“ (Kevin Nickl und Alexander Lehmair) werden Vierter. Die Vorjahressieger der B-Gruppe, Benjamin Hackner und Lorenz Schneider (Verschenkte Talente 2.0) zeigen einmal mehr ihr Können und landen auf Rang drei. Für die Finals reicht es nicht, denn hier „schweben“ die „Burgbad-Kings“ förmlich durchs Turnier. Die beiden Burgbad-Mitarbeiter Markus Abele und Tobias Kratzer gewinnen alle Vorrundenspiele haushoch und qualifizieren sich somit für das Endspiel. Hier wartet eine Wiederauflage zum Vorjahr, die Mannschaft des Motoradclub Greding MRC mit Stefan Baumann und Julian Kratzer steht ihnen gegenüber. In Spiel eins liefert sich Markus Abele von Burgbad mit Stefan Baumann vom MRC ein Grundlinienduell par excellence. Abele setzt sich durch. „Offensive wins games“; im Brüderduell zwischen Tobias Kratzer (burgbad) und Julian Kratzer (MRC) zeigen beide Offensivtennis auf Punktspielniveau. Knallharte Vorhandschläge, Netzattacken, gefühlvolle Stopps mit erwiderten Lobs. Dieses Familienduell ist wohl das spektakulärste des Tages. Der ältere der beiden Brüder, Tobias Kratzer, hat am Ende die Nase vorn. Somit ist das Finale schon nach den Einzeln entschieden. Das Doppel ist dann nur noch Schaulaufen. Die burgbad-Kings verteidigen ihren Vorjahrestitel. Bei nochmaligem Gewinn würde ihnen dann der begehrte Wanderpokal für immer gehören.
20.30 Uhr: Die Clubheimterrasse füllt sich nach und nach. Die Pokale funkeln und sind abholbereit. Die Fanfare ertönt. Jetzt kommt die Siegerehrung. Markus Abele, Werksleiter der Firma burgbad, Bürgermeister Josef Dintner Bürgermeister, Sportvorstand Daniel Geyer sowie Verwaltungsvorstand Christian Hobauer verrichten ihr Tagwerk. Bürgermeister Dintner hat in seinem Grußwort für den TC Greding nur lobende Worte. Auch Markus Abele richtet Grüße an die Besucher. Der besondere Dank von Vorstand Sport Daniel Geyer gilt aber allen Helfern. In erster Linie dem Team Kultur. Annette Metzner und Claudia Lang hatten das „Drumherum“ wieder perfekt organisiert. Tagesverpflegung sowie Sommerfest mit kulinarischen Spezialitäten erfreuten Turnierteilnehmer und Zuschauer zugleich. Dann ist es endlich soweit: Jede Mannschaft kommt nach vorne und wird unter tosendem Applaus gefeiert. Die Erstplatzierten können zudem noch ihre Pokale in die Luft stemmen. Bei bestem Sommerwetter klingt ein schöner Tennistag dann aus.