Bericht JHV 2011
10.04.11 (mbf) Expeditionen – mit Segelschiffen über die Weltmeere, auf Hundeschlitten durch eisige Weiten oder zu Fuß durch entlegendste Gegenden: Der Drang des Reisens und Entdeckens scheint beim Menschen schon seit jeher zu existieren.
Ob Kolumbus und Magelan auf dem Ozean, Scott und Amundsen am Südpol, oder Lewis und Clark in den Wäldern Nordamerikas - wie beschwerlich Fernreisen vor Jahrhunderten waren, können wir heute kaum noch nachvollziehen. Doch das Erfolgsgeheimnis all dieser unglaublichen Expeditionen gründet sich stets auf die selben Pfeiler: eine starke Leitung, ein homogenes Team, perfektes Equipment, dazu erlebbare Highlights auf der Route sowie ein klares Reiseziel vor Augen. Zwar bewegte sich der TC Greding im Jahr 2010 weder durch Eiswüsten noch durch unbekannte Kontinente - doch lässt sich sein Tennisjahr 2010 durchaus als erfolgreiche Expedition bezeichnen:
1. Expeditionsleitung
Und zu dieser gehört natürlich ein starker Expeditionsleiter. Erster Vorstand Christian Hobauer berichtete auf der Jahreshauptversammlung von einer erfolgreichen Tennissaison 2010. Das Jahr verlief nahezu perfekt. Hobauer selbst fügte sich gut in sein neues Amt ein und setzte gleich im ersten Amtsjahr entsprechende Maßstäbe. Er sprach von einem interessanten aber doch auch arbeitsreichen Jahr. Mit einem klaren Führungsstil, aber immer auch auf die Meinung der Mitglieder bedacht, verlief das Vereinjahr somit recht harmonisch. So wurden bei allen Baufragen die Mitglieder in die Entscheidungsfindung mit eingebunden. In seiner Rede galt Hobauers Hauptdank zunächst seinen Vorgängern Otto Gilnhammer und Gert Sorgatz, die ihn stets mit Rat und Tat zur Seite stehen. Der Verein präsentierte sich, so Hobauer zudem als Einheit. Die Stimmung sei gut, Kritik werde stets konstruktiv vorgetragen und vieles im Gespräch gelöst. Viele Runde Geburtstage gaben Anlass zum Feiern. Doch dass das Leben nicht nur Sonnenseiten beinhaltet wurde beim Tod von Waltraud Ochsenkühn deutlich: Sie war jahrelang Vorstandsmitglied sowie aktive Spielerin in der Damenmannschaft und verstarb leider viel zu früh. An Waltraud Ochsenkühn wurde dann in einer Gedenkminute gedacht.
2. Team
Im Verein zeigte sich einmal mehr, wie wichtig ein homogenes Team ist. Die Vorstandschaft leistete gute Arbeit. Die Arbeit verlief stets harmonisch, so dass es Spaß macht, im Vorstand zu arbeiten. Gerade das Vorstandsteam leistete in allen Feldern hervorragende Arbeit. Hobauer lobte vor allem die tolle Vernetzung und Unterstützung der Vorstandsmitglieder, die als echte Einheit auftraten. Die Mitglieder standen dem in nicht nach und fügten sich nahtlos ein. Man hatte Spaß am Tennisspielen, genoss die Stunden auf der Anlage sowie die zahlreichen Festivitäten.
Für den Bereich Sport referierte dann Daniel Geyer: „Solide“ ist wohl das richtige Wort für die vergangene Spielzeit. Die großen Ausreißer nach oben blieben aus, man bewegt sich schon seit Jahren auf gewohntem Plateu. Die erste Herrenmannschaft hält nun schon seit 14 Jahren in der Bezirksklasse eins, man schloss mit einem dritten Platz ab. Die Damen hielten die Klasse, die neugegründete Dreißiger Herrenmannschaft taumelte zwischen Ab- und Aufstieg. Die weiteren Mannschaften belegten ordentliche Plätze. Die vielen Mannschaften (19 an der Zahl) werden wohl in dieser Spielzeit eine logistische Meisterleistung erforderlich machen. 13 Teams im Erwachsenenbereich, sowie sechs Jugendteams werden die Anlage im Sommer aus allen Nähten platzen lassen.
In der Jugend war es diesmal ein eher durchwachsenes Jahr. War man im Vorjahr noch gut vertreten, so hatte man dieses Jahr in den Tabellen eher hintere Ränge zu verzeichnen. Gut aus der Affäre zog sich die Juniorinnenmannschaft, die aus spielstarken Spielerinnen besteht. Ansonsten ist noch Luft nach oben, so Jugendwartin Christa Meier. Erfreulich die Leistung der Gebrüder Beck: Stefan und Günter holten bei überregionalen Turnieren gute Platzierungen. Der Fleiß lohnt sich also. Ein Ausflug in den Klettergarten, gemeinsames Abschlusskegeln rundeten das Jahr der Jugend noch ab.
Breitensportwart und Anlagenbeauftragter Georgios Fotopoulos berichtete über die vergangene Spielzeit: Mit dem Eröffnungskuddelmuddel ging es in die Saison, das Breitensportjahr war alles in allem wieder gut besucht. Die beiden Trainer Stefan Daiser und Gert Hennicke unterstützten ihn dabei recht eifrig. Die Leistung des Breitensportteams muss hoch angerechnet werden. Viele Mannschaftsmitglieder haben das Tennisspielen bei Georgios Fotopoulos gelernt.
Hans–Georg Piotrowski zog Bilanz über das Vereinsleben bei den Ältesten: In diesem Alter noch dem Tennissport gesund zu sein und dem Tennissport nachgehen zu können, ist ein Geschenk. Die Senioren sind aktiv, bei zweimaligem Training in der Halle ging es im Frühjahr wieder ins Trainingscamp nach Kroatien wo der letzte Feinschliff erfolgte. Die Siebziger - Mannschaft geht diesmal in der Landesliga an den Start und freut sich schon auf echte Derbys in der Liga. Mit Robert Dilger und Hans-Georg Piotroswki (zusammen 156 Jahre alt) stellt man wohl eines der ältesten Tennisdoppel. Hans Georg Piotrowski erwies sich zudem als Mann für Spezialeinsätze: Das Fangen der Clubheimmaus sowie die Entdeckung des Einbruchs im TC gehen auf sein Konto. Der Besuch des Oktoberfestes sowie das legendäre Freundschaftsspiel gegen Kösching rundeten eine schöne Spielzeit ab.
„Sinn und Kultur“ – dieses Feld bestellen Carmen Hackner und Anette Metzner in der Funktion der Vergnügungswarte. Das Altstadtfest, das Weinfest, die Herbstwanderung sowie die Weihnachtsfeier im Bauerkeller waren für die Mitglieder schöne Stunden. Der Ball der Vereine, sowie der Faschingszug rundeten die Saison dann ab.
Neu in die Vorstandschaft wurde Thomas Ochsenkühn gewählt. Er wird für den Bereich Clubheimbewirtschaftung zuständig sein und auch sonst im Verein seine Ideen einbringen.
3. Equipment
Was wäre eine Expedition ohne eine ordentliche Ausrüstung: Das Equipment stimmt im TC, Aushängeschild ist dabei sicherlich die tolle Anlage. Sie erfreut sich großer Beliebtheit. Und gerade hier wurde in diesem Jahr ordentlich an den Stellschrauben gedreht: Zur Erhaltung wurden einmal mehr als 1000 Stunden geleistet, wie Arbeitseinsatzleiter Georgios Fotopoulos berichtete. Er selbst hatte einmal mehr die meisten Arbeitsstunden zu verzeichnen. „Steine statt Beine“ - man konnte von einem Jahr des Baus sprechen. Vorstand Christian Hobauer hat mit seinem Bauausschuss tolle Arbeit geleitet. Die Sanierung des Außenbereichs, das neue Vordach sowie die neue Garage wurden nun in relativ kurzer Zeit verwirklicht. Unzählige Planungsstunden gingen der Ausführung voran. In nächster Zeit wird der Innenausbau dann in Angriff genommen. Möglich war dies alles jedoch nur durch die gute finanzielle Situation im Verein. Ein satter Gewinn war auch diesmal wieder vorhanden, wie Kassenwartin Gisela Fischer berichtete. Diese macht wie immer einen Super-Job und führt die Kasse vorbildlich. Das gute Ergebnis wird wie jedes Jahr durch die Einnahmen aus verschiedenen Festivitäten, die Werbewand sowie das Heft Aufschlag ermöglicht.
4. Sichtbare Highlights
An was erinnert man sich nach einer erlebten Reise. Die Vergangenheit verklärt so manches. Und trotz harter Strapazen bleiben meistens nur die echten Highlights in Erinnerung Die Highlights der Spielzeit 2010. Die Herren 40 schafften den Ausstieg, zwar mit Verspätung. Hatte man das Entscheidungsspiel noch unglücklich verloren, so stieg man im Winter noch als zweiter auf, was in dem homogenen Team natürlich für große Freude sorgte.
Das Gredinger Jugendranglistenturnier setzte einmal mehr echte Maßstäbe und macht Greding schon seit Jahren über die Region hinaus bekannt. Über 180 Teilnehmer haben Greding zu einer echten Marke gemacht. Laurin Metzner holte dabei den Dritten Platz. Ansonsten sahen die Zuschauer wieder Tennis der Extraklasse auf der TC-Anlage. Der Kama-Cup wie immer ein toller Erfolg und wird den Gredingern wieder lange im Gedächtnis bleiben. Grund zum Feiern gab es 2010 genug: viele runde Geburtstage gaben Anlass zum Feiern. Ein Novum war der erste Gredinger LK Cup: Zweiter Vorstand Peter Miehling referierte über diese neue Turnierform, die sich in Bayern als echter Renner erweist. Ein Schmankerl schlechthin war das von Jürgen Löchl organisierte Tischtennisturnier. Kurioserweise war die Teilnehmerzahl größer als bei der Tennismeisterschaft.
5. Ziele / Visionen
Und gerade im sportlichen Bereich soll die Tendenz wieder nach oben gehen. Nach der Beendigung der Bauarbeiten nun der Focus wieder mehr auf die sportlichen Dinge gelegt werden. Hier gilt es zu arbeiten, um die Leistungen im allgemeinen wieder nach oben zu hieven. Die Ergebnisse der Mannschaften wieder verbessern, das Spielniveau der Jugend nach und nach erhöhen – so lauten die Ziele im sportlichen Bereich. Viele der stärkeren Vereinsspieler haben die Dreißig Lenze schon überschritten. Weiterhin soll das Finanzergebnis stabil bleiben, dazu gehört auch den Erhalt der 270 Mitglieder bzw. eine weitere Aktivierung. Peter Miehling – in der Bundesliga als Schiedsrichter aktiv - will wieder zwei Ranglistenturnier anbieten. Eins für Herren und eines für die Damen.
Auch wenn in der neuen Spielzeit kein Hundeschlitten zum Einsatz kommen wird. Die Hausaufgaben sind gemacht. Der Plan steht, zumal das Equipment, die Tennisplätze die letzten Tage vollendet wurden. Das erste Highlight steht am Ostermontag mit dem Eröffnungskuddelmuddel an. Die Eiersuche läutet dann die neue Tennisreise 2011 ein, die hoffentlich ähnlich erfolgreich und kurzweilig verlaufen wird, wie die letzte.
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