Bericht Schnuppertennis 2010
27.8.10 (mbf) „Mens sana in corpore sano“ – ein gesunder Geist in einem gesunden Körper wie der Lateiner schon vor zwei Jahrtausenden zu sagen pflegte.
Wer sich bewegt und fit hält, ist entspannter und ausgeglichener. Sport macht Spaß, schafft neue Energien und ist ein echter Stimmungsaufheller. Vor allem bei Kindern fördert Bewegung auch die geistigen Leistungen. Statt täglich vor dem PC zu sitzen, ist es sinnvoller Sport zu treiben und sich zu bewegen. Vor allem in den Ferien bleibt für unsere Kinder auch die dafür nötige Zeit. Sporttreiben statt in der virtuellen Welt zu versinken – so lautete auch das Motto des Schnuppertennis des TC Greding. Die beiden Jugendwarte Michael Beck und Christa Meier hatten im Rahmen des Ferienprogramms der Stadt Greding eingeladen und für die Kinder einen interessanten Tennisvormittag gestalten.
Über zwei Stunden bekam der Nachwuchs der Großgemeinde die Möglichkeit, die ersten Erfahrungen mit der faszinierenden Sportart Tennis zu machen. Tennisspielen hält Körper und Geist fit, schafft Freundschaften und ist daher ein perfekter Alltagsausgleich, zumal es auch in etwas gesetzterem Alter ausgeübt werden kann. Doch die im Tennis doch nicht ganz einfache Technik sollte am besten im Kindes- und Jugendalter erlernt werden. Im späten Erwachsenenalter fallen die doch sehr komplexen Bewegungsabläufe dann doch etwas schwerer, aber auch hier ist es bei entsprechender Übung durchaus erlernbar. So manches Vereinsmitglied hat erst in späten Jahren mit dem Tennissport begonnen und sich dabei auf ein erstaunliches Niveau gehievt. Denn Übung macht den Meister (Deutsches Sprichwort) - und sind die ersten Erfolgserlebnisse da, dann geht das „Lernen“ relativ schnell und der Spaßfaktor steigt signifikant nach oben.
Für gute Stimmung sorgten auch die Planer des Gredinger Ferienprogramms – sie hatten einen nahezu perfekten Termin für das Schnuppertennis gewählt. Nach drei Wochen Regen, war der Samstag wie gemalt um alle faszinierenden Facetten des Tennissports zu erleben: Sport im Freien, Tageslicht, frische Luft und Sonne statt eines verstaubten Hallenklimas – das ist echter Tennissport wie ihn alle Kicker lieben. Und die Sonne kann ab und an so richtig fies werden - doch alle Kinder waren bestens mit Mützen ausgestattet und so konnte es dann losgehen. „Klein unser Häuflein – wild unser Blut“ – alle waren eifrig bei der Sache und hatten ihren Spaß beim ersten Umgang mit der gelben Filzkugel. Den Kleinsten wurde von den Größeren geholfen und alle hatten ihren Spaß an der Bewegung und Freude am Erlebnis in der gemischten Gruppe. Jugendwart Michael Beck, selbst Spieler in der ersten Herrenmannschaft des TC Greding, demonstrierte den Kleinsten die Faszination des Tennisspiels als echte Lifetimesportart. Los ging`s mit einem Hockeyspiel zum Aufwärmen – Hockey ist eine Vorstufe zum Tennissport und wird daher in der Nachwuchsschulung gerne eingesetzt. Hier sieht man in der Regel sofort, wer das Talent für einen Schlägersportler mitbringt. Es folgten einige kleine Lauf- und Motorikstaffeln – denn Koordination ist auch im Tennissport die Grundlage eines jeden Bewegungslernen. Wer gut läuft, steht richtig zum Ball und tut sich auch im Wettspiel dann etwas leichter. Eine Sprungstaffel sowie der Klassiker, die Medizinballweitwurfstaffel, schafften noch mal einen echten Wettkampfcharakter und schraubten die Stimmung so richtig nach oben.
Und nach dem Vorlauf ging es dann endlich ans eingemachte: Der Eimer mit den gelben Filzkugeln lauerte an der Ecke. Nun war Tennisspielen angesagt. Einfache Griffhaltungen, kleine Ballgeschicklichkeitsübungen machten die Kinder zunächst mit der fremden Kugel vertraut. Nach und nach wurden dann die Flugeigenschaften erprobt und so mancher wunderte sich, was man mit einer unscheinbaren Filzkugel alles anstellen konnte. Doch für so manchen war selbst der Kinderschläger noch eine Nummer zu groß. Doch die ersten Treffversuche machten dann doch Lust auf mehr. Einer leuchtend gelben fliegenden Filzkugel hinterher zuschauen wie sie am anderen Ende ins rostbraune Viereck einschlägt – ein tolles Feeling, das auch den Kleinsten der Kleinen schon ungeheuren Spaß macht und für den nötigen Kick sorgt. Übertroffen wird dies wohl nur noch, wenn beim Fußball der Ball im Netzt zappelt oder beim Golfen der Ball langsam im Loch versinkt. So mancher Tennisball landete zwar anfangs auf der Wiese, doch aller Anfang ist schwer und ein gewisser Ballschwund ist auch für den TC Greding finanziell zu stemmen. Und auch das Bällesammeln sorgte an diesem Vormittag für den entsprechenden Spaßfaktor. Für so manchen war dies eine willkommene Gelegenheit um sich auszutoben, und ein paar Kugeln quer über den Platz zu donnern.
Donnerschläge waren für die Kleinsten noch nicht angesagt: sie feilten dann weiter am Feintuning ihrer Schlägen. Die Gruppe mit den älteren Kindern konnte dagegen am Ende des Tages schon echte Matches austragen. Und so mancher hatte mit der doch ungewohnten Zählweise zwar noch so seine Probleme. Beim Spielen waren die Probleme dagegen geringer - für den ersten Tennistag hatten einige Spiele dagegen schon erstaunliche Qualität. So mancher Kicker entpuppte sich als echtes Talent – echte Sportler sind eben vielseitig. Mit guten koordinativen Fähigkeiten ausgestattet verstehen sie sich in der Regel in nahezu jeder Sportart.
Neu in der Sportart Tennis war für viele Kids, dass es dort keinen Schiedsrichter gibt. Das Regelwerk ist klar umrissen, bei Ausbällen entscheidet jeder Spieler auf seiner Seite. Dies erfordert natürlich die entsprechende Fairness der Akteure, die man in den anschließenden Matches auch erproben konnte. Denn nach einer kleinen Aufwärmrunde im Einzel kam es dann zum Höhepunkt der Fortgeschrittenen: Ein kleines Doppelturnier schaffte nämlich den zweiten Stimmungshöhepunkt des Vormittages. Mit freiem Spiel aufs Großfeld klang der sportliche Teil dann aus.
Das Tennissportler auch einen Sinn für Gemütlichkeit haben, erfuhren die Kleinsten dann auf der Tennisterrasse. Bei Pizza etc. ließ man es sich gut gehen, wer Lust hatte konnte am Ende noch ein paar Bälle schlagen.
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