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14. Gredinger Jugend- und Nachwuchsturnier

14. Gredinger NachwuchsturnierGredinger Jugend- und Nachwuchsturnier 2012

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Bericht Jugendturnier 2008

18.5.08  (mbf) Sempre avanti” – immer weiter. So lautet das Prinzip eines großen Leistungssportlers, der am Samstag seinen Abschied gab: Oliver Kahn, einer der besten Torhüter der letzten Jahrzehnte, beendete am Wochenende seine beispiellose Laufbahn - eine endlose Reise ging hiermit zu Ende. Viele Prinzipien und Grundsätze Oliver Kahns gelten als sportartübergreifend und sind typisch für den Leistungsbereich. Und so manches Prinzip konnte man auch am vergangenen Wochenende bei den Protagonisten des bayerischen Tennis-Jugendranglistenturnier in Greding wiederfinden.  135 Tennisspieler  waren wieder der Einladung des TC Grün-Weiß Greding gefolgt. Zum zehnten male fand das Turnier nunmehr statt, und wie jedes Jahr demonstrierten die Akteure eindeutig was Sport mit einem gewissen Leistungsgedanken beinhaltet:

Perfekte Planung und Vorbereitung – nichts wird dem Zufall überlassen. Ob Ausrüstung, Verpflegung, Ankunft beim Wettkampfort etc. – ohne durchdachte Vorbereitung geht überhaupt nichts. Dazu sind die entsprechenden Trainingsstunden absolviert – jetzt kann der Wettkampf beginnen. Seine Hausaufgaben gemacht hatte natürlich auch der Veranstalter: Der TC Greding mit Vorstand Gert Sorgatz und Sportwart Daniel Geyer in der Turnierleitung schaffte es wieder, ein perfektes Turnier zu organisieren: Ob Schlägerbespannung, Verpflegungsstation, Fahrdienst und Platzpflege –  an alle Eventualitäten war gedacht.

 

Und besonders in Punkte Langzeitplanung und Organisation könnte sich der Bayerische Tennisverband davon  durchaus eine Scheibe abschneiden. Von vielen Teilnehmern wurden die völlig chaotischen Turnieransetzungen und – verlegungen des BTV massiv gerügt. Auch der TC Greding hatte darunter stark zu leiden: Trotz zahlreicher Parallelturniere kam noch eine stolze Teilnehmerzahl zu Stande. Keine Schuld hatte der BTV dagegen beim Wetter: Einige Regenschauer verzögerten das Turnier, am Samstag Abend musste man auf die Anlage beim TC Rot-Weiß Hilpoltstein ausweichen. Daneben wurde noch beim Nachbarverein TC A Kinding gespielt. Und auf allen drei Kampflätzen konnte man unisono eines beobachten:

Wer nach oben will der braucht eine Waffe – eine außergewöhnliche Fähigkeit ist nötig, um ihm Konzert der Großen mitzumischen. Zumeist sind es der Aufschlag oder  die Vorhand. Jeder der Finalteilnehmer hatte zumeist einen ganz besonderen Schlag in seinem Repertoire. Eine echte Waffe eben: So zum Beispiel die glasharte Vorhand von Rafael Götz vom DRC Ingolstadt:  Wohl selten hat man auf der TC- Anlage einen solchen Powerschlag gesehen.  Gegen seinen Namensvetter Raphael Schubert (MTV Ingolstadt) lieferte er sich ein tolles Endspiel. Xaver – der Schanzer Panther - hätte an diesem echten Ingolstädter Duell seine helle Freude gehabt. Ein toller Stoppball und eine knallharte Vorhand waren dagegen die Markenzeichen des Nachwuchssieges Rene Rügamer (TC Weiß-Blau Würzburg). Die Nummer 276 der DTB Rangliste gab auf dem Weg ins Finale kaum ein Spiel ab und zelebrierte Tennis mit besonderer Leichtigkeit. Ebenso auf absolutem Top-Niveau präsentierte sich die Konkurrenz Nachwuchs weiblich: es war das Feld mit der wohl höchsten Leistungsdichte. Besonders die Finalspiele waren eine Augenweide für jeden Tennisfreund: Daniela Pernetova, Nummer 103 der DTB Rangliste und Nummer eins der Bayerlliga Damen demonstrierte Tennis der Extraklasse.

Von solchen außergewöhnlichen Fähigkeiten konnten die zahlreichen Lokalmatadoren nur träumen. Von den Gredinger Akteuren konnte Günther Beck als einziger ein Spiel gewinnen, Christian Pfändner unterlag in seinem Spiel mit 0:6/5:7. Flora Metzner (U 14) kam kampflos ins Halbfinale und unterlag nach guter Leistung gegen die starke Sarah Honsa (TSV Altenfurt). Alex Batz zeigte ein solides Spiel und ließ ab und an sein Können aufblitzen. Bei seiner 1:6/3:6 Niederlage schlug er sich recht achtbar. Monika Förschbeck vom Nachbarverein TC A Kinding landete immerhin im Viertelfinale. Den besten Eindruck hinterließ noch die Hilpoltsteinerin Tina Löschmann (ESV Flügelrad-Nürnberg), die sich mit der späteren Turniersiegerin Sabrina Schmidt ein packendes Dreisatzmatch auf dem Centre-Court lieferte. Und gerade an der späteren U 16 Siegerin wurde schnell ein weiteres Element des Leistungsbereichs deutlich:

Eine überragende Physis – konditionelle Faktoren, insbesondere die Schnelligkeit und das entsprechende Stehvermögen sind unabdingbar. So zeichneten Sabrina Schmidt  neben klaren Grundschlägen ihre besondere Schnelligkeit aus, mit der sie fast jeden Ball aus der Ecke holte. Dazu präsentiere sie sich in den beiden Finalspielen noch mit der nötigen Frische. Und zur körperliche Fitness gehört natürlich auch der Spaß an der Schinderei. Drei Matches über zwei Stunden am Tag erfordern schon einen großen Spaß an der Sache, ein entsprechendes Vorbereitungstraining ist daher Pflicht. Und den Spaß an ihrer Sportart konnte man den Kindern und Jugendlichen deutlich ansehen. Waren in der Vergangenheit oft ehrgeizige Tenniseltern zu beobachten, so ging die Motivation bei diesem Turnier doch eindeutig von den Akteuren selbst aus. Die Eltern und Betreuer hielten sich wohltuend im Hintergrund. Wie sich Jugendliche im virtuellen Zeitalter noch über „echte“ verwandelte Punkte, erlaufene Bälle oder gewonnne Siege freuen können, war schön anzuschauen. Und vor allem die Kleinsten waren mit riesiger Begeisterung bei der Sache.

Die Spiele der Kleinsten dauerten oft endlos. Beharrlichkeit und Ausdauerund dabei niemals aufgeben – das war hier angesagt. „Der Mond ist aufgegangen“ hieß das Motto, mit unglaublicher Sicherheit und Geduld wurden die Bälle extrem hoch über das Netz geschlagen, so manches Match ging an die Vierstundenmarke. Und wenn der Spielstand auch noch so aussichtslos ist, keiner ließ sich hängen. Beharrlichkeit und Ausdauer – diese Eigenschaften vereinte auch Roland Perekinczuk. Von den 10 Gredinger Turnieren in Greding war er neunmal (!) dabei. Auch diesmal spielte er sich mit gradlinigem Tempotennis bis ins Finale, wegen einer Schulterverletzung konnte er dies jedoch nicht mehr bestreiten. Wie viele andere erwies sich der Eichstätter als symphatischer  und fairer Sportsmann.

Fairness und Respekt vor dem Gegner – dieser Geist war in allen Konkurrenzen erkennbar. Noch nie waren die Spiele so problemlos und fair verlaufen. Oberschiedsrichter Peter Miehling war weitgehend arbeitslos. Das faire Auftreten – auch von den Tenniseltern -  wurde von Vorstand Gert Sorgatz bei der Siegerehrung besonders betont. Bürgermeister Manfred Preischl und der stellvertretende Landrat Max Netter waren erschienen. Sorgatz dankte ferner den Akteuren und sprach von einem gelungenen und besonders harmonischen Turnier. Mit Urkunden Sachpreisen und Pokalen machten sich die Sieger dann am Abend auf die Reise.

„Sempre avanti“ – immer weiter. Während für Oliver Kahn am Wochenende die Reise zu Ende ging, geht sie für die Turnierteilnehmer noch weiter. Es wartet schon wieder das nächste Training, das nächste Spiel,  das nächste Turnier.  „Sempre avanti“ - der Weg ist nie zu Ende. Das Ziel wird nie endgültig erreicht. Man kann nur stärker oder schwächer werden, dem Ziel näherkommen oder sich von ihm entfernen.

Finalspiele:

U 10 Männlich: Florian Fahrmeier (TSV Ingolstadt Nord) 6:1 /6:3

U10 weiblich

1. Lara Schmidt (1.FC Nürnberg)

2. Barbara Böhm (RW Eichstätt)

U 12 männlich: Patrick Schulz (SV 1873 Nürnberg Süd) – Alexander Kiwi (TC Gauting) 6:2/6:2

U 12 weiblich Hupp Lisa (TSV Fischbach Nünberg) : o.Sp.

U 14 männlich:

Maron Csaba Szabo (SV Weiherhof) – Tom Finkenzeller (SV Karlskron) 6:4/6:0

U 14 weiblich: Kim Boss (TSV Altenfurt) – Sarah Honsa (TSV Altenfurt) 6:3/6:4

U 16 männlich: Rafael Götz (DRC Ingolstadt) – Schubert Raphael (MTV Ingolstadt)

U 16 weiblich: Sabrina Schmidt (TC Neunkirchen am Brand) – Alessia Nicolussi (TS Vavaria Markt Schwaben) 7:5/7:6

Nachwuchs männlich: Rene Rügamer (TC Weiß-Blau Würzburg) o. Sp.

Nachwuchs weiblich:

Daniela Pernetova (TC Bamberg) – Katharina Schöttl (TC Gauting) 6:0/6:1


Dienstag, 22. Mai 2012

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