Jahreshauptversammlung 2008

Der neue Vorstand des TC Greding
Von links nach rechts:
Daniel Geyer (Sportwart), Christa Meier (Jugend), Hans-Georg Piotrwoski (Senioren), Anette Metzner (Kultur/Vergnügen), Gert Sorgatz (Erster Vorstand), Gisela Fischer (Kasse), Waltraud Ochsenkühn (Clubheim), Georgios Fotopoulos (Breitensport, Anlage), Martin Bauernfeind (Zweiter Vorstand, Schriftführer); nicht auf dem Bild: Michael Beck (Jugendwart)
Zeitungsbericht
15.3.08 (mbf) Apachen, Cheyenne, Sioux und Kiowa – die Stammesnamen klingen einem noch im Ohr. Männer mit Adlernasen und zu Zöpfen geflochtenem Haar mit Kriegsfedern. Das Volk der Indianer – über Jahrhunderte beherrschten sie die weiten Steppen Nordamerikas bis sie vom weißen Mann verdrängt wurden. Ob bei der Bisonjagd, oder bei der Arbeit im Lager. Um erfolgreich überleben zu können agierten sie stets als Team: Jeder hatte eine klar definierte Rolle - und nur wenn all die Aufgaben mit vollem Einsatz erledigt wurden, konnte der Stamm überleben. Erfolg für das Jagdteam war dabei wichtiger als der Status des Einzelnen. Nicht erst seit Jürgen Klinsmanns Sommermärchen wissen wir also, was ein homogenes Team alles bewirken kann. Und erfolgreiche Teams haben vieles gemeinsam. Zwar wird der TC Greding wohl kaum in die Weltgeschichte oder in die Sportannalen eingehen. Doch bei der Jahreshauptversammlung konnte man auch hier klare Merkmale eines erfolgreichen Teams erkennen:
Merkmal Nummer 1: „Erfolgreiche Teams haben eine starke Führung“. Wie in den dreißig Jahren Vereinsgeschichte steht der TC Greding für eine starke Führung mit Gert Sorgatz an der Spitze. Dieser blickte auf ein erfolgreiches Jahr 2007 zurück und ließ die Highlights noch einmal anschaulich Revue passieren. Die Saison startet mit einem Paukenschlag: Die Teilnehmerzahl des Kuddel-Muddel war Vereinsrekord. Die Mitgliederzahl sei konstant geblieben, so Sorgatz. Erfreulich war der vor allem gute Besuch der von der Vorstandschaft angebotenen Veranstaltungen.
Merkmal Nummer 2: „Persönliche Ziele dem Gemeinsamen unterordnen“,
oder in erfolgreichen Teams dient man der Sache, d.h. dem Verein. Diesem Motto hat sich sicherlich die Vorstandschaft verschrieben. Denn ohne sich in den Mittelpunkt zu rücken, arbeiten die Vorstandsmitglieder an der Planung und Ausführung verschiedenster Aktivitäten. Ohne die selbstlose Arbeit und die unzähligen Stunden könnte der Verein sicherlich nicht überleben. Sorgatz lobte vor allem die harmonische und konstruktive Arbeitsweise im Vorstand. Die Vorstandschaft trat dabei wirklich als echtes Team auf und ließ sich nie beirren.
Merkmal Nummer 3: „Erfolgreiche Teams haben gemeinsame Ziele“
Und das Ziel schlechthin war natürlich der bestmöglichste sportliche Erfolg der gestarteten Mannschaften in der Medenrunde. Sportwart Daniel Geyer referierte, inwieweit die gesteckten Ziele erreicht werden konnten. Die erste Mannschaft schaffte nach einer turbulenten Saison einen tollen zweiten Platz, die zweite Mannschaft konnte mit Rang fünf die Klasse gerade noch halten. Als Überraschungsaufsteiger kann man die dritte Mannschaft bezeichnen, sie kletterte eine Liga nach oben. Die Mannschaft der Dreißiger spielte eine ordentliche Runde. Solide Platzierungen auch bei den Damen, bei der ersten Damenmannschaft könnte dieses Jahr vielleicht sogar der Aufstieg angepeilt werden. Geyer erwähnte weiter das Gredinger Jugendturnier, bei dem wieder 150 Teilnehmer aus der Creme-de la Creme der bayerischen Tennisjugend in Greding aktiv waren. Gerade das Jugendturnier trägt viel zum Renommee des Vereins bei. Der KAMA-Cup mit dem Intervereinturnier sowie die Vereinsmeisterschaften rundeten das Sportjahr entsprechend ab.
Merkmal Nummer 4: „Erfolgreiche Teams bilden eine soziale Einheit“
Ob jung oder alt – schon bei den Indianerstämme waren homogene Gruppen ein typisches Merkmal. Jeder war wichtig und jeder hatte eine feste Rolle. Gerade die Stammesältesten hatten eine bedeutende Stellung in der Gruppe. Die Persönlichkeit und der Rat der Alten und Gründungsväter wird auch im TC Greding geschätzt: Seniorenbeauftragter Hans-Georg Piotrowski berichtete über ein tolle Saison der Senioren. „In hohem Alter noch Mannschaftssport zu betrieben, das ist nicht selbstverständlich“, so Piotrowski. Die Seniorenmannschaft belegten allesamt ordentliche Plätze. Pünktlich zum dreißigjährigen Vereinsjubiläum tritt die 70er Mannschaft dieses Jahr in der Regionalliga an. Sicherlich ein Highlight der Vereinsgeschichte dürfte das Spiel gegen den 1. FC Nürnberg werden. Auch wenn man in der Regionalliga nur Außenseiter ist, eine gewissenhafte Vorbereitung ist Pflicht. Und die hat schon begonnen. Neben dem Wintertraining in der Tennishalle geht es wieder zum Intensivtcamp nach Kroatien.
Über die junge Generation im Verein berichtete Franz Netter. Vereinsmeisterschaften, Kinder-Kuddelmuddel, Klettergarten und Kegeltag sorgten für ein passendes Rahmenprogramm. Die Jugendmannschaften belegten, so Netter, wieder ordentliche Platzierungen belegt. Allgemein hat sich das Spielniveau im Jugendbereich wieder etwas verbessert. Die Knaben belegten eine passable Platzierung, Bambini und Juniorinnen schafften den Aufstieg. Gerade von der letztgenannten Gruppe dürfte noch ein weiterer Sprung zu erwarten sein. Christian Pfänder sicherte sich den Titel des mittelfränkischen Vereinsmeisters. Seit langen Jahren mal wieder ein Titel in Greding. „Vielleicht könne man im letzten Jahr noch eine Schippe drauflegen“, so Netters Appell an alle Jugendspieler.
Merkmal Nummer 5: „Einzelne Teammitglieder wachsen über sich hinaus“.
Wenn man die Zahl der Arbeitsstunden anschaut, kann es hier nur einen Namen geben: Georgios Fotopoulus – er leistete neben seiner Tätigkeit als Breitensportbeauftragter insgesamt 193 (!) Arbeitstunden für den Verein, die er komplett dem TC spendete. Stefan Daiser konnte die zweitmeisten Arbeitsstunden verzeichnen – zusammen mit Jürgen Vögele gestaltete zudem die Kabinen im neuen Design. Quer über die Anlage und quer durch die Botanik wurden verschiedenste Arbeitseinsätze durchgeführt: Plätze, Clubheim, Rasen, Hecken – alles wurde von Georgios Fotopoulos mit seinem Arbeitsteam in Angriff genommen. Fotopoulos bedankte sich dabei bei der besonderen Unterstützung von Hermann Hobauer. Als nächstes steht natürlich die Frühjahresinstandsetzung an, damit bald möglichst gespielt werden kann. Besonders die Breitensportler warten schon auf den Saisonauftakt. Letztes Jahr waren, so Fotopoulos jeden Monat 10-15 Leute beim Breitensporttraining, viele sind seitdem aktive Mitglieder im TC geworden.
Merkmal Nummer 6: Erfolgreiche Teams vollbringen außergewöhnliche Leistungen.“
Und die Leistung schlechthin war sicherlich das Finanzergebnis: Kassenwartin Marianne Keller (siehe Extrabericht) konnte bei ihrer letzten Amtshandlung ein Bombenergebnis vermelden: Der TC Greding ist schuldenfrei. In Rekordzeit wurden die Raten der letzten Plätze abgearbeitet, dieses Jahr gab es sogar einen finanziellen Höchstgewinn. Eine große Leistung, die nur durch kluge und sparsame Haushaltsführung sowie Zusatzaktivitäten wie Heft „Aufschlag“, Werbewand oder KAMA-Cup geschafft werden konnte. Gert Sorgatz freute sich besonders über diese Teamleistung, auf die die Vorstandschaft und alle Mitglieder richtig stolz sein können. Ein Grund zum Feiern also!
Merkmal Nummer 7: „Wir feiern zusammen“
heißt eines der Grundsätze erfolgreicher Teams. Erfolge müssen dokumentiert und gefeiert werden, außerdem tragen Festivitäten zum guten Betriebsklima einer Gruppe bei. Für diesen Sektor ist Anette Metzner mit Agnes Sorgatz zuständig. Erstmals nahm man mit einer Gruppe am Ball der Vereine teil – hier war der TC mit einer staatlichen Gruppe vertreten. „Paradies Badeweiher“ mit diesem Motto nahm man am Faschingszug teil. Gut besucht war wie jedes Jahr das Sommerfest. Herbstfest mit Weinprobe, die Wanderung durch die fränkischen Weinberge in Ippesheim waren sicherlich die Highlights in der zweiten Jahreshälfte. Auch während des Jahres wurde ordentlich gefeiert – Waltraud Ochsenkühn konnte über einen hervorragenden Getränkeumsatz im Clubheim berichten.
Merkmal Nummer 8. „Erfolgreiche Teams zeigen Kontinuität“ –
oder nichts ist schlechter als ständiger Wandel. Und so geht das TC – Team auch in die nächste Amtsperiode mit einer weithingehenden eingespielten Mannschaft mit wenig personellen Veränderungen. Gewählt wurden: Gert Sorgatz (Erster Vorstand), Martin Bauernfeind (Zweiter Vorstand, Schriftführer), Daniel Geyer (Sportwart) und Michael Beck (Jugendwart). Ferner arbeiten im Vorstandsteam: Anette Metzner (Vergnügen), Waltraud Ochsenkühn (Clubhaus), Gisela Fischer (Finanzen), Georgios Fotopoulos (Anlage, Breitensport), Hans-Georg Piotrowski (Senioren). Als „Neuzugang“ im Vorstand konnte man Christa Meier begrüßen. Ihr Aufgabenfeld umfasst den Jugendbereich.
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