DK 28.03.2007
Sportliche Bilanz fällt durchwachsen aus. (mbf)
TC Greding blickt in der Jahreshauptversammlung auf Saison zurück / Fleißige Mitglieder ziehen an einem Strang.
Wer in seiner Kindheit einmal mit Bauklötzen gespielt hat, der kann sich sicherlich noch gut daran erinnern: man kann vieles ausprobieren und kreativ sein, ein tolles Spielzeug eben. Doch wehe, wenn die untersten Steine nicht sauber und gezielt gesetzt sind – dann wackelt das Konstrukt und irgendwann kommt es zum Einsturz. Gewagte Konstruktionen zerbrechen besonders dann, wenn sie keinen Halt haben – und so ist es stets ratsam, die ersten Steine besonders sorgsam zu setzen.
„Ein Haus ist nur so stabil wie sein Fundament“ – heißt es. Seit Jahren stabil ist das Fundament des TC Greding. Ein treuer Mitgliederstamm, eine harmonische Vorstandschaft und solide Finanzen: Gestützt auf diesen Pfeilern konnte sich der Verein entsprechend entwickeln. Und mit diesem Fundament lässt sich auch optimistisch in die Zukunft blicken. Entsprechend harmonisch, entspannt und gelassen präsentierte sich der Verein auch in seiner Jahreshauptversammlung. Vorstand Gert Sorgatz ließ das vergangene Jahr Revue passieren: Nach dem „harten Arbeitsjahr 2005“ folgte eine ganz normale Tennissaison mit den entsprechenden Höhen und Tiefen. Kuddel-Muddel, Vereinsmeisterschaft und Jugendturnier waren wie jedes Jahr die sportlichen Farbtupfer. Vor allem die Verbandsspiele von Mai bis Juli zogen die Mitglieder wieder in ihren Bann. Und die Basis für einen reibungslosen und störungsfreien Ablauf wurde wie immer im Hintergrund geschaffen: Das Vorstandsteam arbeitete harmonisch und effektiv. Es sorgte für optimale Rahmenbedingungen. Fleißig wie immer auch die Mitglieder: Ob in den Verbandsspielen, beim Hobbytennis oder Arbeitseinsatz - alle waren eifrig bei der Sache. Und in naher Zukunft können sich die derzeit 255 Mitglieder auf ihrer Anlage noch weiter entfalten: Mit Hilfe der Stadt Greding konnte das TC–Areal noch um eine kleine Fläche erweitert werden. Wie schon seit Jahren steht der Verein auf soliden finanziellen Beinen: Kassenwartin Marianne Keller gab dazu ihren Bericht ab.
Doch die Saison brachte nicht nur positive Nachrichten: mit Bestürzung mussten die Tennisfreunde im vergangenen Jahr vom plötzlichen Tod des langjährigen Mitglieds Karl-Heinz Nowotny erfahren. Nowotny hatte lange Jahre als zweiter Vorsitzender entscheidend die Entwicklung des Vereins mitgeprägt. Für Karl-Heinz Nowotny wurde eine Gedenkminute abgehalten.
Sportwart Daniel Geyer blieb es vorbehalten, über den zentralen Bereich im Verein zu berichten: Den Sektor Sport. Das Abschneiden der Mannschaften verlief wie in den letzen Jahren eher durchschnittlich – Luft nach oben ist noch genug vorhanden. Aushängeschild ist nach wie vor die erste Herrenmannschaft, die in der Bezirksklasse einen tollen zweiten Platz belegte. Die neue Spielzeit wird diesmal sicherlich nicht einfach werden. Doch mit der entsprechenden Entschlossenheit sollte auch dieses Jahr der Klassenerhalt gelingen. Neu beim TC Greding sind Manfred Meier und Josef Weingärtner vom TC Altmühltal Kinding. Beide werden die Herrenmannschaften sowie das Team Herren 30 verstärken. Solide Platzierungen belegten die beiden Damenmannschaften. Die erste Mannschaft belegte einen Platz im vorderen Drittel. Ein Highlight war wie immer das Gredinger Jugendranglistenturnier an Pfingsten.
„Die Jugend ist unser Kapital“ - Michael Beck referierte über den Nachwuchs im Verein, den er zusammen mit Franz Netter betreut. Erstmals leitete Jochen Wagner das Training der Kinder und Jungendlichen, mit seiner planvollen und motivierenden Trainingsarbeit zeigte sich der Verein sehr zufrieden. Und auch in den Wintermonaten wurde diesmal eifrig trainiert. Zwar hat man im Verein nicht mehr die Spielstärke vergangener Jahre, doch belegten die Jugendmannschaften durchwegs brauchbare Platzierungen. Besonders im Bambinibereich gibt es wieder einige talentierte Spieler. Erfreulich, dass erstmals seit vielen Jahren wieder eine Juniorinnenmannschaft gemeldet werden konnte. Erfolgreich war der Gredinger Nachwuchs diesmal auch bei den Landkreismeisterschaften. Das neue Jugendförderkonzept konnte bei einigen Spielern Fortschritte erkennen lassen.
„Komm hol das Lasso raus – wir spielen Cowboy und Indianer“ – die Teilnahme am Faschingszug mit dem Thema Wilder Westen war wieder eine tolle Sache. Hier berichteten Anette Metzner und Agnes Sorgatz, die für den Bereich Kultur/Vergnügen zuständig sind. „Schlaraffenland lässt grüßen“- beim Weinfest waren besonders die kulinarischen Schmankerl wieder das Kommen wert. Faschingsfete, die Opernfahrt, Herbstwanderung und die gut besuchte Weihnachtsfeier rundeten ein tolles Kulturprogramm ab.
„Jeder im Verein weiß wo der Motor steht.“ Breitensportwart Georgios Fotopoulos setzte in seinen Bereichen wieder Maßstäbe: sein Jahr 2006 wird er wohl selbst kaum noch toppen können. Was für ein Auftakt“ – das Eröffnungskuddelmuddel erinnerte mit 53 Teilnehmern an die Gründerjahre im Verein. Und der Run beim Kuddel-Muddel motivierte zu weiterem Schaffen: viele Neumitglieder wurden zum Training in der Breitensportgruppe aktiviert. Auch beim Arbeitseinsatz verdiente sich Fotopolulos den Titel "Motivations-Guru“. Wohl selten waren so viele Mitglieder zu diversen Arbeitseinsätzen auf der Anlage: Ob Ballfangzäune, Heckenschneiden, oder die Verbreiterung des Pflasters – wie schon in den letzten Jahren wurde fleißig gearbeitet. Zudem brachten Jürgen Vögele und Stefan Daiser mit vielen Arbeitsstunden die Umkleidekabinen in ein modernes und jugendliches Outfit.
Eine Reihe von Arbeiten wurde auch von den älteren Semestern im Verein geleistet. Hans-Georg Piotrowski referierte über die Senioren. Er betonte den reibungslosen Ablauf in der Gruppe. Mit den Ergebnissen im Medenbereich zeigte er sich zufrieden, zudem wurde mit dem entsprechenden Spaß an der Sache eifrig gekämpft. Und trainingsfleißig waren die Senioren auch über den Winter. Als Zuckerl geht’s nun eine Wochen nach Kroatien ins Trainingslager. Doch über allem, so Piotrowski, steht die Gesundheit. Angesichts der Tatsache, dass nicht wenige der Spieler die 70iger Marke schon überschritten haben, ein ganz zentraler Aspekt.
So manch Erwachsener im Club krabbelte zu dieser Zeit noch auf dem Fußboden oder spielte mit seinen Bauklötzen: mit einer Zeitreise durch die Clubgeschichte überraschte Otto Gilnhammer zum Abschluss der Versammlung. In einer phantastischen Bild- und Filmdokumentation präsentierte der Ehrenvorsitzende nie gesehene Bilder aus dreißig Jahren TC Greding. Meilensteine und Persönlichkeiten, nette Details und Anekdoten aus fast dreißig Jahren TC Grün-Weiß Greding. Und das in bewegten Bildern. So manches Mitglied fühlte sich in die Vergangenheit zurückversetzt, mit einem Hauch von Wehmut und mit so manch feuchtem Auge klang die Jahreshauptversammlung zu später Stunde dann aus.
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