"KAMA-Cup Hall of Fame"- Gesichter und Geschichten
Konrad Gerngroß (DJK Grafenberg) und Hans Uhl (DJK Grafenberg). Seit Jahren fester Bestandteil des Turniers. Konrad Gerngroß wurde schon zum besten Turnierspieler gewählt. Die beiden standen schon mehrmals im Endspiel und haben sich bis jetzt den Titel "Meister der Herzen" verdient. Den beiden Clubfans wäre in diesem Jahr der erste Titel zu gönnen. Ihre Teilnahme ist bereits fest zugesichert.
Die Pioniere
Wir gehen heute weit zurück in der Geschichte des KAMA-Cups (daher leider nur Schwarz- Weiß Bilder). Sie gehen als die ersten Titelträger in die
Geschichte des KAMA-Cups ein, denn sie holten den ersten Titel anno 95: Die A-Jugend
Fußballer des TSV Greding: In der Besetzung Max Buckl (damals noch ein gefährlicher
Stoßstürmer), Karlheinz Schuster (linker Läufer) und Stefan Baumann (Zerstörer)
sicherten sie sich den ersten Titel. Alle drei waren schon aktive TC - Vereinsmitglieder, denn in den Anfangszeiten war das Turnier für alle Vereinsspieler offen.
Die Urheber

Sie gelten als die Wegbereiter und Urheber des Turniers: Otto Gilnhammer (damals Vorstand), Peter Miehling (damals Sportwart) und Christian Hobauer (damals Jugendwart) Um das Sommerfest des TC Greding etwas aufzupolieren, kamen sie in der TC-Vorstandsitzung auf die Idee ein Intervereinsturnier stattfinden zu lassen. Man wollte somit die Gredinger Bevölkerung vor allem für das abendliche Sommerfest gewinnen, da die Teilnahme der Vereinsmitglieder doch stark nachgelassen hatte. Zudem konnten durch das "Fenster" KAMA-Cup viele neue Mitglieder geworben werden, die heute fester Bestandteil des Vereinslebens sind.
Die Ruhmreichen
Wahrscheinlich bleibt es ein Rekord für die Ewigkeit. Der Hatttrick der Mannschaft der Gredonia: Die Geschwister Schmauser, Tanja Neumeier und Katrin Bauernfeind holten 3mal in Serie den Titel (2004/2005/2006) und durften den Pott mit nach hause nehmen. Die Mannschaft wird so beim Turnier nicht mehr antreten, da einige mittlerweile zu Vereinsspielerinnen geworden sind, ihr Talent deutete sich bereits beim KAMA-Cup an. Katrin Bauernfeind geht dieses Jahr mit dem MRC an den Start und gehört zu den Favoriten.
Der Veteran
Ein echter Veteran auf dem KAMA-Cup Field: Unser Mitglied Ingbert Weigand. Ein KAMA-Cup ohne ihn ist undenkbar. Seit den Anfangsjahren dabei, hält er dem Turnier ununterbrochen die Treue. Seit vielen Jahren vertritt er die Farben des Skiclubs und stand dabei wiederholt auf dem Treppchen. Meist lieferte er sich mit dem Beisser-Club heiße Duelle. Mit seiner ruhigen Spielweise behielt er auch in engen Matches einen kühlen Kopf. Ingbert geht diesesmal voraussichtlich wieder mit seinem Schwiegersohn an den Start.
Die Hellenen
Es war die größte Sportsensation der letzten Jahre. Die Chance auf einen EM-Titel stand ungefähr bei 1:100.000 - Keiner hatte die Mannschaft aus Griechenland auf der Rechnung, sogar Letland wurden größere Siegeschancen eingeräumt. Doch die Griechen schafften das Unmögliche und wurden Europameister 2004. Gerüchten zu Folge soll Zeus zur Gratulation sogar vom Olymp herabgestigen sein.
Sicher erwiesen ist jedoch, dass in der Badstraße in Greding die weißblaue Fahne wehte. Der Stammtisch Athenus um Dimi Theodoru freute sich beim KAMA-Cup 2004 mit dem Team von der Pellopones. Mit ihren Europameister-Shirts waren die Hellenen der Renner schlechthin.
Nostradamus
Unser Sportwart Daniel Geyer war schon immer seiner Zeit voraus. Im letzten Jahr fungierte er gar als Nostradamus. Anscheinend ahnte er bereits ein Jahr vorher, dass es in der Saison 2006/2007 besser wäre, ein Clubfan zu sein. Und es geschah das Unglaubliche: Unser Sportwart wechselte
die Farben. Vom rot-weißen Bayernfan zum rot-schwarzen Bomber. Viele vermuten sogar, dass unser Sportwart damals schon den Pokalsieg des Clubs vorausgesagt hatte!
Doch Spaß beiseite: eine Wette mit Landrat Herbert Eckstein führte dazu, dass unser Daniel beim KAMA-Cup 2006 einen Abend lang das ungeliebte Clubtrikot tragen musste. Dieses Opfer fiel ihm sicherlich nicht leicht!
Im Namen Gottes
Erstmals spielte mit Miroslav Bobras ein kirchlicher Würdenträger beim KAMA-Cup 2004 - Der Pfarrer aus der Gemeinde Morsbach ging für die Deutschen Jugendkraft Grafenberg an den Start. Dass er ein Geistlicher ist, der mit beiden Füßen auf dem weltlichen Boden steht, demonstrierte der symphatische Pole während des Turniertages. Mit seiner Mannschaft zog er sogar ins Finale ein. Und der Auftritt von Bobras motivierte: die evangelische Kirchengemeinde Thalmässing verpflichtete mit Rudi Hackner einen tennisspielenden Pfarrer.
Das Jubiläum.
Der KAMA-Cup 2003 zu unserem 25jährigen Jubiläum übertraf alles Bisherige und ist als "Rekord-Cup" in die TC-Geschichte eingegangen. Denn rekordverdächtig war an diesem Samstag im Juli fast alles. 100 Teilnehmer bei 34(!) Mannschaften, dazu noch ein Zuschauerandrang wie nie. Mit solch einem Rummel hatte keiner gerechnet, was zu Versorgungsengpässen führte: Ab 14 Uhr war das Würstchendepot leer. Und abends wurde getankt wie noch nie: zu später Stunde war der Gerstensaft alle. Doch Dimi konnte aushelfen. Daneben wurden die Plätze ramponiert wie noch nie: Zeitweise sah es aus wie nach der Schlacht von Hastings. Sogar ein Seitenpfosten gab nach einer klassischen "Karambolage" seinen Geist auf (siehe Bild).
Die Stimmungskanonen
Oder "die, die das Eis zum Schmelzen brachten". Eigentlich war der KAMA-Cup eine Breitensportveranstaltung, doch Anfang des neuen Jahrtausends hatte das Turnier reinen Wettkamfpcharakter erreicht. Viele "Profis" waren am Werk, absolute Anfänger wurden immer seltener, der Turniercharakter war gefährdet. Doch dann kamen sie, die Gredinger Rosen. Mit ihrem ersten Auftritt (2002) brachten sie das Eis zum Schmelzen. Weitere Anfängergruppen wagten es, beim KAMA-Cup anzutreten. Eine B-Gruppe und eine Damenkategorie waren die Folge. Das Turnier war wieder zu dem geworden, wozu es eigentlich einmal gedacht gewesen war.
Zudem erwiesen sich die Rosen besonders in den Abendstunden als echte Stimmungskanonen und sorgten für gute Laune. Auch am Samstag werden sie wieder so manche Spaßbremse und so manchen Langweiler aus ihren Tagträumen reißen.
Ännchen von Tharau
"Ännchen von Tharau" und "Auf, auf zum fröhlichen Jagen" gehören zu ihrem Auftrittsrepertoire. Denn ihre Domäne ist die Musik: der Männergesangsverein Greding. Doch vor drei Jahren wagten sie einen Auftritt, mit dem niemand gerechnet hatte: sie schwangen beim KAMA-Cup 2004 für einen Tag den Tennisschläger. Unser Mitglied Walter Hurka hatte seine Kollegen zu diesem einmaligen Auftritt überredet. Und das Quartett (siehe Bild) - als ehemalige Fußballer allesamt mit dem nötigen Ballgefühl vertraut - gab auch mit der gelben Filzkugel eine gute Figur ab.
Echte deutsche Wertarbeit.
Zum Abschluss möchte ich euch noch eine Geschichte erzählen. Die Geschichte von der KAMA-Cup-Bar. Die Geschichte ist lustig und spannend, am Ende aber doch eher traurig. Vielleicht wird sie den einen oder anderen zum Nachdenken anregen. Nimm dir Zeit, denn die Geschichte ist etwas länger. Und sie hat sich einst so zugetragen:
Sie gehörte einst zum Sommerfest wie der Eiffelturm nach Paris: Die KAMA-Cup-Bar. Von Otto Gilnhammer per Hand extra für das Sommerfest angefertigt. Echte deutsche Wertarbeit eben. Seit über 20 Jahren erfüllte sie beim KAMA-Cup in der Heimkabine treu ihre Dienste (ein Murren war nie zu hören): Federleicht, aus echter deutscher Eiche gebaut - einige Helfer standen beim Hereintragen jeweils kurz vor einem Bandscheibenvorfall - erfüllte sie ihren Zweck vorbildlich über die Jahre.
Und natürlich hat sie (die Bar) aus all den Jahren so manche Anekdote zu erzählen: So manches Gläschen Sekt wurde hier vernichtet, so manches Techtel-Mechtel fand hier seinen Anfang und so mancher Kapitalrausch fand hier seine Vollendung. Einmal wurde sie von unserem Vorstand mitten in der Nacht sogar radikal geschlossen. Doch stets bot sie Mitgliedern und Gästen in den Abendstunden eine echte Stütze. Wer dennoch umfiel, wurde von den Menschenmassen in der Heimkabine aufgefangen und getragen. Jeder half dabei jedem, denn wir waren ein Team.
Doch seither ist vieles anders: Leider sehen wir unser geliebtes Stück am Wochenende nicht wieder. Einige Mitglieder sollen sich massiv und vehement beim Sportwart beschwert haben, dass unsere KAMA-Cup-Bar nicht teilnehmen darf. Angeblich soll unsere Bar in diesem Jahr schon schon zu viele Einsätze an anderen Festen gehabt haben: deshalb wurde gefordert, dass sie vom Turnier ausgeschlossen werde. Um des Friedens Wilen verzichtet unser Holzstück nun auf sein Dabeisein. Jetzt wird sie durch einen Pilsstand im Freien ersetzt. Doch es bleibt ein fader Beigeschmack und irgendwie endet die Geschichte von der KAMA-Cup-Bar so richtig traurig.
"Erinnerungen sind das einzige Paradies aus dem wir nicht vertrieben werden": Unsere Bar ist nicht sauer, sie ist nur enttäuscht. Was unserem Holzstück nun bleibt, ist die Erinnerung an vergangene Zeiten, an das Goldene Zeitalter: Als das Miteinander, Rücksicht, Respekt und Hilfe oberstes Gebot war, als Gesprächskultur herrschte und Entscheidungsträger mit dem entsprechenden Respekt behandelt wurden. Und irgendwie gibt unsere Bar den Gedanken nicht auf, dass das Goldene Zeitalter einmal wiederkehren wird.
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