03.07.2005 (Spielbericht zum 10. Spielwochenende)
Greding (mbf) - Die Laufbahn eines Sportlers ist wie eine endlose Reise: man durchwandert Berge und Täler, erlebt Höhen und Tiefen, bestreitet unzählige Spiele und Wettkämpfe. Doch nur wenige Momente bleiben auf ewig in unserm Gedächtnis. Zumeist sind es die großen Spiele, über die man noch Jahre später spricht. Oft kann man sich sogar noch an die kleinsten Detail erinnern: Die Anspannung, das Knistern in der Kabine, der knüppelharte Fight auf dem Platz, der Jubel nach dem erlösenden Schlusspfiff – es war, als wäre es erst gestern gewesen…Ein Spiel, das sicher auf ewig im Gedächtnis bleiben wird, bestritten die Landesligasenioren des TC Greding am vergangenen Mittwoch bei ihrem Gastspiel in Bamberg. Nicht nur, dass es ihr erster Saisonsieg in der von vielen gefürchteten Mörderliga wahr – es war ein Spiel mit einem unglaublichen Schlussdoppel. Spannung und Dramatik pur – von diesem Doppel wird man beim TC Greding wohl noch in Jahren sprechen. Denn es war das Spiel der Spiele: Bamberg in Oberfranken am frühen Nachmittag – die Sonne brennt, die schwülwarme Luft steht förmlich über dem Centre-Court. Super-Tiebreak des alles entscheidenden dritten Satzes im Schlussdoppel. Das Match scheint für die Senioren 65 des TC Greding gelaufen, Otto Gilnhammer und Dieter Rother liegen scheinbar aussichtslos mit 1:7 (!) zurück. Drei Punkte noch für den Gegner und der Sieg ist dahin. Doch urplötzlich ändern die beiden gewieften Routiniers ihre Taktik und schalten auf die italienische Variante um: Defensivstufe 12, Verteidigen mit Mann und Maus, nur keinen Fehler machen. So gelingt es den beiden, sich mit ihrer Abwehrtaktik in die Verlängerung zu retten. Und hier wendet sich dann urplötzlich das Blatt zu Gunsten der Gredinger: 14:14, 15:14, 16:14 (!) – „Da ist das Ding“ – Riesenjubel auf dem Centre-Court: Der erste Landesligasieg des TC Greding ist da! Und hier die Chronologie des tollen Erfolges: Zunächst brachte Dieter Rother sein Team in Führung – nervenstark wie immer hat er sich mittlerweile zum absoluten Tie-Break-Spezialisten entwickelt. Otto Gilnhammer konnte sein Einzel an Position eins ebenso gewinnen, Erhard Hoss und Robert Dilger mussten ihre Spiele dagegen abgeben. Doch dann stach wie immer die Trumpfkarte - das Doppelspiel - seit Jahren das Steckenpferd der Gredinger Senioren. Robert Dilger, „Tennisurgestein“ und wohl dienstältester Spieler der nordbayrischen Medenrunde sowie Hans-Georg Piotrowski, alias „Mister Doppel“, holten mit einer starken Leistung den so wichtigen dritten Punkt, bevor dann der Gredinger Tennis-Catennacio endgültig das Match entschied.Landesliga Senioren 65: TC Bamberg II – TC Greding 2:4
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