Bericht zum Weinfest 2005 vom 05.10.2005
Weinfest kündigt Ende der Tennissaison an
(mbf) Grauer Nebel und kühler Wind, die ersten Drachen steigen schon - wenn die Tage kürzer werden, die Nächte kälter und die Blätter sich verfärben: das ist der Herbst. Zeit, die letzten Früchte zu ernten, Zeit Bilanz zu ziehen: So auch beim TC Greding bei seinem traditionellen Weinfest, das alljährich im Oktober stattfindet. Bei Federweißem und kaltem Büffet ließen Sportwart Christian Hobauer und Vorstand Gert Sorgatz die sportliche Saison noch einmal Revue passieren: Alles in allem war die Spielzeit sicher nicht rekordverdächtig, doch zumindest bei der Ehrung der Vereinsmeister konnte man einen besonderen Rekord verzeichnen: den ältesten Vereinsmeister der Vereinsgeschichte nämlich. Für Robert Dilger, geboren in den goldenen Zwanzigern, wurde es diesmal ein goldener Tennisherbst: Mit sage und schreibe 78 (!) Jahren sicherte sich Dilger erstmals den Vereinmeistertitel bei den Senioren. Eine Leistung die wohl auch in der näheren Umgebung einmalig sein dürfte. Und wohl kaum jemand hat sich den Titel über Jahre so verdient wie das Gredinger Tennisurgestein: Der Doppelspezialist gilt nämlich als Sportsmann schlechthin - so stellt er sich bei Forderungsspielen und sämtlichen Vereinsmeisterschaften stets weitaus jüngeren Gegnern. Kuriosum: in der Vorrunde der Herren Vereinsmeisterschaft traf er mit Franz Netter auf einen 63 Jahre jüngeren Gegner. Dilger sicherte sich in der Seniorenkonkurrenz zusammen mit Otto Gilnhammer auch den Titel des Doppelvereinsmeisters, vor Gert Sorgatz und Hans Hoffmann. Rang zwei im Senioren-Einzel belegte Winfried Frisch.
Nicht im Späthherbst ihrer Sportlerlaufbahn, sondern wohl eher in deren Blüte befinden sich die Endspielteilnehmer der Königsklasse Herren A. Hier traf Aufschlagwunder Michael Beck auf den Geheimfavoriten Jürgen Regensburger. In einer Neuauflage des Zwischenrundenklassikers des vergangenen Jahres konnte sich Beck in einem emotionsgeladenen Match in einem Foto-Finish durchsetzen: erst der Tiebreak des dritten Satzes brachte die Entscheidung. Beck nahm somit erfolgreich Revanche für die klare Niederlage aus dem Vorjahr. Doch Trost für Jürgen Regensburger, den knapp Unterlegenen: Von Sportwart Christian Hobauer erhielt er ein Extra-Lob für seine starken Leistungen während der Medensaison – in der Bezirksklasse verlor er nämlich nur ein einziges Einzel. Mit dem Titel der Damenvereinsmeisterin wurde auch der Trophäenschrank im Hause Beck um einen weiteren Pokal reicher. Martina Beck, holte sich sogar das Triple: Sieger im Damen Einzel, Damen Doppel und in der Mixed-Kategorie. Mit Sabine Meyer im Doppel und Daniel Geyer im Mixed machte sie den Kompletttriumph perfekt. In der Damenkonkurrenz belegten Sabine Meyer und Anette Metzner, die weiteren Plätze. Anette Metzner/Renate Winkler im Doppel sowie Markus Falk/Elke Grimmer-Falk im Mixed hießen die jeweils Zweitplatzierten. Zum wievielten Male sie auf dem Treppchen stehen – das weiß keiner so genau. Der erste gemeinsame Titel datiert aus dem Sommer 1990. Das Duo Markus Falk und Christian Hobauer, seit 15 Jahren beherrschen sie die Doppelszene im TC Greding und auch diesmal waren sie wieder würdige Titelträger. Christian Misslbeck und Michael Beck mussten mit dem zweiten Platz vorlieb nehmen. Sieger der Doppel-Trostrunde wurde das bewährte Doppel der Herren 3: Markus Reinhard und Stefan Daiser.Übung macht den Meister und das eifrige Spielen wird belohnt. Die vielen Neumitglieder der letzen Jahre haben durch ihren Trainingsfleiß schon ein beachtliches Niveau erreicht. So gewann Christa Meier die Damen- B Konkurrenz, auf Rang zwei landete Tamara – Flemming Klötzer. Birgit Daiser und Agnes Sicka belegten die weiteren Plätze.
Und gerade über die tolle Beteiligung vor allem aus den Reihen der Neumitglieder zeigte sich der erste Vorsitzende Gert Sorgatz begeistert. Die Sieger erhielten Pokale und kleine Sachpreise. Agnes Sorgatz und Elisabeth Netter rundeten mit einem Feinschmeckerbuffet sowie diversen Weinsorten einen rundum gelungenen Abend ab und sorgten dafür, dass das Motiv Herbst im TC- Kalender einen festen Platz hat. Grauer Nebel und kühler Wind, die ersten Blätter fallen auf die Plätze, im Clubheim muss man schon kräftig heizen – ein Zeichen dass die Saison sich langsam dem Ende zuneigt. Bald werden die letzen Netze abmontiert werden und die Plätze dann winterfest gemacht. Dann heißt es Abschied nehmen von einer tollen Tennissaison - sich zurückzulehnen und warten auf das Frühjahr. An so manchen kalten Wintertagen wird man sich noch an heiße Matches und tolle Feste auf der TC Anlage erinnern.
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