Otto Gilnhammer feiert 70. Geburtstag
11.1.08 (mbf) Der Tennisclub Greding gratuliert
seinem Ehrenvorsitzenden Otto Gilnhammer zu seinem 70 Geburtstag.
Man kann es kaum glauben: unser Otto feiert an diesem Freitag seinen siebzigsten. Vielseitig interessiert und dynamisch wie eh und je - wer ihn kennt und mit ihm näher zu tun hat, dem kommt sicherlich sofort ein Gedanke: so möchte man selbst einmal alt werden.
Otto Gilnhammer ist eine Persönlichkeit, der jeder mit Respekt begegnet. Besonders sein echtes Interesse am Mitmenschen, sowie seine offene und ehrliche Art wird quer durch alle Altersklassen geschätzt.
Auch jetzt noch betreibt er seinen geliebten Tennissport mit dem nötigen Ehrgeiz und ist für sein Alter noch erstaunlich fit und spielstark. Doch sein Steckenpferd war seit jeher das "Führen". Ob als Geschäftsführer einer großen Firma oder als Vorstand des TC Greding - stets stand er in der Verantwortung: über ein viertel Jahrhundert führte Otto Gilnhammer unseren Tennisclub - wie kaum ein anderer hat er diesen Verein in dieser Zeit geprägt. In seiner Amtszeit entstand aus einer kleinen Wiese ein Tennisareal, das in der Gegend sicherlich seinesgleichen sucht. Auch die sportliche Etablierung mit all den Mannschaften, die heute noch an den Start gehen, gelang unter seiner Führung.
Zu seinen Führungseigenschaften zählte besonders die Fähigkeit, Probleme anzupacken und Entscheidungen zu treffen. Gerade in Konfliktsitutationen suchte er den Dialog, zeigte dabei aber auch stets die nötige Konsequenz. Sein besonderes Augenmerk galt immer auch der Jugend, das Wohl der nächsten Generation lag ihm stets am Herzen.
Lieber Otto, der Tennisclub wünscht Dir zu Deinem Geburtstag alles Gute, besonders natürlich Gesundheit. Wir hoffen, dass du deine Persönlichkeit noch lange in unserem Tennislcub einbringen kannst!
Wenn ihr auf weiter drückt könnt ihr ein Interview mit unserem Jubilar anlässlich des 25. Vereinsjubikäums lesen.
Otto Gilnhammer sitzt im Schatten auf der Clubterasse und trifft gerade die letzten Vorbereitungen für das 25-jährige Jubiläum des Tennisclubs Greding, das am kommende Wochenende gefeiert wird. „Kaum zu glauben, dass das schon so lange her ist, die Zeit ist wirklich wie im Flug vergangen“, so Gilnhammer, der den Verein seit 1979 ununterbrochen führt.
Angefangen hatte alles an an einem spätherbstlichen Abend
vor 25 Jahren. In einer Gredinger Gastwirtschaft trafen sich 64
tennisinteressierte Personen, um einen neuen Verein aus der Taufe zu heben.
„Der Anfang war nicht einfach, Tennis war noch nicht salonfähig und es gab
deshalb große Widerstände“, erinnert sich Gilnhammer.
Doch es herschte damals
ein unglaublicher Pioniergeist – „Jeder wollte etwas bewegen, und mithelfen,
dass in Greding Tennis gespielt werden kann.“ Die größten Probleme machte die
Suche nach einem geeigneten Terrain: zunächst stand eine Fläche an der
Stadtmauer zur Debatte, auch ein Gelände an der Schwarzach vor Hausen wurde
ernsthaft diskutiert. Am Hallenbad fand man schließlich den optimalen Standort,
so dass bereits 1978 die ersten Plätze gebaut werden konnten. Zwei Jahre später
wurde dann das Clubhaus errichtet. “Es herrschte damals eine unglaubliche
Aufbruchsstimmung – meist waren über 30 Leute bei den Arbeitseinsätzen, man hatte
Mühe für jeden überhaupt genügen Arbeit zu finden“, erinnert sich Gilnhammer. Plätze
und Clubheim wurden in tausenden von Arbeitsstunden in Eigenregie erstellt Die „Gründungsväter“
des Tennisclubs schufen damit ein
Fundament von dem gerade heute die junge
Generation im Verein enorm proftitiert. Wenn Otto Gilnhammer von den
Anfangsjahren erzählt, so gerät er richtig ins Schwärmen: „Es war eine
unglaubliche Stimmung - jeder wollte Tennnis spielen - einmal haben wir sogar
nach einem Fest spät in der Nacht um ein Uhr unter Flutlicht ein Doppel
gespielt.“
Der Verein wurde in dieser Zeit von starken Persönlichkeiten getragen, die den Club sicherlich nachhaltig geprägt haben: Karl Heinz Nowotny und Herbert Pfau trainierten die Jugendlichen, Hans Albin Höllinger fungierte als Sportwart: mit seiner Korrektheit und Konsequenz war er sicher nicht für jedermann bequem – stets garantierte er aber einen fairen und gerechten Spielbetrieb. Nach und nach entwickelte sich auch das kulturelle Leben im Verein. Die Kinder-Nikolausfeiern in den Anfangsjahren sind sicherlich bei vielen Mitgliedern heute noch unvergessen. Bei Vereinsmeisterschaft und Kuddelmuddelturnier platzte die Anlage stets aus allen Nähten – das man nicht teilnahm war völlig undenkbar.
Völliges Neuland betrat der TC Greding dann 1981: eine
Herrenmannschaft wurde erstmal zur Punktspielrunde angemeldet, in der auch Otto
Gilnhammer aktiv war: „Man kann es sicherlich nicht mit dem Niveau von heute
vergleichen – aber obwohl die Medenspiele für uns etwas Neues waren, schlugen
wir uns recht achtbar.“ Auch den ersten Wimbledonsieg von Boris Becker im Jahre
1985 bekam der TC Greding hautnah zu spüren - die Mitgliederzah
l schnellte
rasant nach oben und aus dem Becker–Boom entwuchs mit Christian Hobauer auch
das erste Spitzentalent des Vereins. „Ohne jemals eine Trainerstunde genommen
zu haben, besiegte er uns alte Hasen schon nach wenigen Wochen“, wundert sich Gilnhammer noch heute. Im
Knabenalter errang Hobauer dann 1986/87 zweimal die Lankreismeisterchaft in Roth
und holte damit die ersten echten Titel für den noch jungen Verein.
Mit der guten Jugendarbeit Anfang der 90iger stabilisierte sich auch das Spielniveau im Verein - gerade die Mannschaften spielten allesamt recht erfolgreich: Doch das sportliche Aushängeschild schlechthin wurde die erste Herrenmannschaft, die es in diesem Jahr sogar bis in die Bezirksklasse 1 geschafft hatte. „Die Spiele der ersten waren gerade in den letzten Jahren auf enormen Niveau und meist extrem spannend“. Einmal wäre Otto Gilnhammer fast tausend Tode gestorben: vor drei Jahren in Weiherhof fiel die Entscheidung über den Klassenerhalt erst im Schlussdoppel, das im dritten Satz Tie-Break zu Gunsten der Gredinger entschieden wurde.
„Eigentlich ist es im Verein immer nur bergauf gegangen - an richtige
Talsohlen oder Tiefpunkte kann ich mich gar nicht erinnern. Manchmal gab es zwar
auch Reibereien und Kontroversen, doch gerade in unserem Vorstandsteam
herrschte immer Einheit und tolle Harmonie. Ich denke, auf das, was in unserem Verein
in den den letzten 25 Jahren geleistet worden ist, können wir stolz sein – und
das ist Grund genug am kommenden Wochenende wieder so richtig zu feiern.
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