Weinfest 2007
So manche Anekdote der vergangenen Spielzeit wurde noch einmal aufgewärmt, so manches Match aus der Vereinsmeisterschaft noch einmal genauestens analysiert. Auch wenn die Meisterschaften mehr Zuschauer verdient hatten - das Wetter lud eher zum Kuscheln vor dem Kamin, als zum Tennis schauen ein – waren sie doch wieder ein echter Höhepunkt im Vereinsjahr. Wie immer gab es zahlreiche Highlights und Kuriositäten rund um die gelbe Filzkugel, die den Weg in jedes Rekordebuch hätten schaffen können: "Das längste Spiel des Jahres": Tanja Neumeier und Carina Meier lieferten sich ein Match über sage und schreibe dreieinhalb Stunden. "Big Matches“ – der Tag der großen Spiele. Großkampftag auf der Anlage war der Freitag. Wohl selten waren in den letzen Jahren so viele hochklassige, dramatische und umstrittene Matches zur gleichen Spielzeit zu beobachten. „Boris Becker von der Badstraße“ – so darf sich seit kurzen Alexander Batz nennen. Mit einem nie gesehenen Hechtsprung landete er unter der Spielerbank und erzielte im Fallen einen schier unglaublichen Punkt. „David gegen Golliath“ – so lautete mehrmals das ungleiche Duell. Doch der Riese wankte mehrmals erheblich, fiel aber nicht. Letztendlich setzten sich dann doch die gesetzten Spieler durch. So gewann Waltraud Ochsenkühn die Konkurrenz der Damen – sie besiegte Tamara Flemming-Klötzer mit 6:2/6:2. Dritter wurde Christine vor Birgit Daiser. In der Damen-B Gruppe hieß die Siegerin Andrea Kerling vor Catharina Sorgatz. Auf Rang drei landete Maria König. Besonders lobenswert war die rege Teilnahme bei der zweiten Damengruppe.
Und auch bei den Herren war so einiges geboten - auch hier wäre ein Eintrag ins Rekordebuch längst überfällig. „Mister Tennis“ Christian Hobauer holte sich einmal mehr den Titel des Vereinsmeisters. Seine Titel im Einzel dürften nun schon den zweistelligen Bereich erreicht haben. Im Endspiel besiegte er Daniel Geyer in zwei Sätzen. Dieser hatte sich wiederum ein enges Halbfinale gegen den Dritten Michael Beck geliefert. Beide gingen im Match an ihr Limit, zumal sie schon am Vorabend einen kräftezehrenden Auftritt hatten.
Recht kurzweilig diesmal auch die diversen Doppelkonkurrenzen. Spannend wie selten war die Damenkonkurrenz. Während die Halbfinals noch relativ deutlich ausgingen, war es besonders im Endspiel extrem spannend. Die Turniersieger Andrea Herrler und Martina Beck bezwangen vorher im Semifinale Christa Meier und Christine Beck, Elke Grimmer Falk und Eva Pfändner setzten sich gegen Tamara Flemming-Klötzer und Waltraud Ochsenkühn durch. Das Endspiel war dann ein Herzschlagfinale: Erst im dritten Satz des Super Tie-Breaks konnten sich Beck/Herrler gegen die beiden früheren Mannschaftsspieler Pfändner/Grimmer-Falk durchsetzen. Mit 11:9 (!) endete das Finale. Die Zuschauer kamen also auf ihre Kosten. Dritter wurden Tamara Flemming-Klötzer und Watlraud Ochsenkühn die das Duo Christa Meier und Christine Beck besiegen konnten.
Im Herrendoppel gab es auch wenige Überraschungen. Markus Falk/Jürgen Regensburger vor Daniel Geyer/Michael Beck hießen die Sieger. Auf Rang drei landeten Rudi Meier und Sepp Weingärtner. Eine klare Angelegenheit war dagegen die Mixed-Konkurrenz. Die beiden nominellen Einser Martina Beck und Daniel Geyer dominierten die Konkurrenz und wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. Im ersten Halbfinale trafen sie auf das Duo Andrea Herrler/Martin Bauernfeind. Herrler/Bauernfeind harmonierten wie zu erwarten prächtig und lieferten dem Favoriten einen angemessenen Kampf. Im zweiten Halbfinale musste wieder einmal der Super-Tiebreak entscheiden. Das Ehepaar Angela und Josef Weingärtner vom TCA Kinding konnte sich gegen Christine und Rainer Beck im Super-Tiebreak durchsetzen. Das Endspiel war dann eine klare Sache für die Favoriten Beck/Geyer. Platz drei sicherten sich Herrler/Bauernfeind gegen Christine und Rainer Beck. Parallel dazu lief noch eine weitere Konkurrenz: die Seniorendoppelmeisterschaft. Der Herbst gehörte den Senioren. Beim Modus jeder gegen jeden gab es eine Reihe von Spielen. Gert Hennicke und Hans Hoffmann konnten das Turnier gewinnen. Auf Platz zwei landeten Otto Gilnhammer und Dieter Rother. Knapp dahinter folgen Otto Falk und Alfred Weber.
Und so wurde aus einem Anfangs noch recht grauen Tag ein richtig schöner gemütlicher Herbstabend. Der gute Wein trug natürlich noch einiges dazu bei und vergoldete den Abend noch zusätzlich.
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