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Spielbericht vom Spieltag 14.-16. Juni
„Alle Neune“ – das Highlight jedes Keglers. Wenn es klappert und klappert, wenn auch der letzte Kegel im allerletzten Moment fällt. Wenn die Sirene läutet, oder ein Tusch ertönt. Wenn eine Schnapsrunde folgt. Das ist „alle Neune“ – ein Glücksmoment für alle Kegelfreunde. Zwar fielen am Sonntag keine Kegel, die Sirene blieb aus, statt Schnaps gab es Siegersekt. Doch der 9:0 Erfolg der Damen 40 des TC Gredings machte sie an diesem Spieltag zur Mannschaft des Tages. Das Ergebnis ist umso höher zu bewerten, das es der erste „Alle Neune“ Heimsieg einer Gredinger Mannschaft in dieser Spielzeit war. Da man beim TC derzeit mit Siegen nicht ganz so verwöhnt ist, ist ein 9:0 Sieg besonders erwähnenswert. Dies schaffte bisher nur die Zweite Herren in Preith.
Mit dem höchsten Tagessieg ließ das Team am Samstag aufhorchen. „Alle Neune“ – es wurde abgeräumt, was abzuräumen war. Mit ganz klaren Ergebnissen schickte man die Mannschaft nach Katzwang zurück, nicht einmal ein Satz wurde abgegeben. Mit zwei Verstärkungen aus der ersten Damenmannschaft war man top aufgestellt. Los gings mit der Ersten Einzelrunde: Eva Pfaendner konzentriert wie immer ließ mit einem klaren Sieg nicht anbrennen. Claudia Lang souverän von der Grundlinie und Tamara Flemming Klötzer mit einer souveränen Leistung an Position sechs schafften eine gute Startgrundlage. Anette Metzner mit knallhartem Vorhandspiel an der schwierigen Einserposition, Angela Weingärtner mit der klassischen Höchststrafe für ihre Gegnerin sowie Renate Winkler ließen die 40iger Damen unaufhaltsam nach vorne preschen. Im Doppel war es ebenfalls eine klare Sache: Weingärtner/Lang, Winkler/Flemming-Klötzer, Und Wagner/Schneider machten den „Alle Neune“ Erfolg perfekt. Neben dem Kantersieg ging noch der inoffizielle Preis für das schönste Buffet an die Damen: von den parallel spielenden Mannschaften gab es einige neidische Blicke. Mit diesem tollen Buffet hätte man an diesem Tag gleich eine TSV Fußballmannschaft noch mit versorgen können.
Bericht Spieltag 7.-9. Juni 2013
Drei, drei, drei - bei Issos Keilerei, die Heilige Dreifaltigkeit, die drei tollen Tage, die drei Wünsche oder den Dreisatz: Ob Geschichte, Religion, Fasching, Märchen oder Mathematik. Alles dreht sich um die magische Zahl drei. Sie ist uns stets heilig und ein Rätsel zugleich. Nimmt man beim TC Greding am Saisonende den Rechenschieber in die Hand und prüft die Tabellenstand, so wird man sich sicherlich sofort an das vergangene Wochenende erinnern: der Spieltag mit drei magischen Siegen, die allesamt richtungsweisend für den gesamten Saisonverlauf sein könnten. Herren 30 und Erste Herren holten in direkten Duellen extrem wichtige Siege im Kampf um den Abstieg. Der Sieg der Damen dürfte bedeuten, dass man wiederum Kurs auf die vorderen Regionen nimmt. Dazu kamen an diesem Wochenende noch einige spektakuläre Siege der Jüngsten: Die Dritte Herren, nur aus Junioren bestehend holte einen Auswärtssieg, zudem konnten die Junioren ihr Heimspiel gewinnen.
Es war ein eminent schweres Auswärtsspiel für die Herren 30 Mannschaft, das man gut vorbereitet mit Top-Besetzung anging. Auf den schnellen Plätzen gegen die Landesligareserve aus RW Ingolstadt lag man nach der ersten Einzelrunde mit 1:2 zurück. Während Markus Falk an Position sechs klar gewann, verlor Martin Bauernfeind in einem dreistündigen Marathonmatch im Supertiebreak. Christian Hobauer musste das Spitzeneinzel im vorderen Paarkreuz ebenfalls abgeben. Petr Tous an Position eins machte nach kurzen Startschwierigkeiten mit seinem Gegner kurzen Prozess, Michael Beck – derzeit in Topform und noch mit weißer Weste - gewann an Position drei klar. Christian Frank machte mit einem starken Spiel den Gredinger vierten Punkt perfekt. Nach zwei gewonnen Doppeln von Tous/Beck und Bauernfeind/Frank feierte man einen tollen 6:3 Auswärtssieg, der in der Endabrechnung noch Gold Wert sein könnte.
Ein Raunen geht durch die Menge
Man hört eine Stecknadel fallen. Alle Augen sind auf den Centre-Court gerichtet. Man wartet gespannt auf den Weg der gelben Filzkugel. Gefühlte 100 mal rast der Ball mit einer Höllengeschwindigkeit ganz knapp über das Netz. Ein Raunen geht durch die Menge. Wie an der Schnur gezogen fliegen die Bälle in das sandfarbene Rechteck. Lang und länger werden sie. Messerscharfe Slicebälle mit der Rückhand, druckvoll und überrissen mit der Vorhand. Mit einer Leichtigkeit fallen sie jeweils kurz vor der Grundlinie ins Feld. Wie selbstverständlich werden sie vom Gegenüber „ausgegraben“, dann mit voller Wucht zurückgeschossen. „Klatsch“ - jetzt schlägt der Ball mit einer enormen Härte im hinteren Winkel ein, der Sand spritz auf. „Jaaaaaa!“ - Ein lauter Schrei ertönt – Sieg - das Match ist gewonnen.
Diese Ballwechsel sind es, die Jahr für Jahr die Faszination des Gredinger Jugendranglistenturniers ausmachen. Eine Eintrittskarte in den höherklassigen Tennissport, zumindest für vier Tage. Tennis der absoluten Spitzenklasse, eine hohe Leistungsdichte sowie eine neue Sachlichkeit – das bleibt vom fünfzehnten Gredinger Jugendranglistenturnier in Erinnerung. Wie schon in den letzten Jahren war in Greding eine enorme Leistungsdichte am Start. „LK 1“ : gerade in den Spielen des männlichen und weiblichen Nachwuchs las man die magische Zahl des öfteren. „Eine andere Liga“ – so der einhellige Tenor der zahlreichen Zuschauer. Den Stempel drückte dem Feld wie jedes Jahr die Konkurrenz U 21 auf: Eine Vielzahl der Akteure spielt hier bereits seit Jahren im Erwachsenenbereich. Und das in diversen Regionalliga, Bayernliga oder Landesligamannschaften. Mehr geht eigentlich nicht. Club am Marienberg, ESV Nürnberg Süd, TB Erlangen, TC Neunkirchen am Brand – gerade die Spieler aus dem fränkischen Großraum diesmal besonders stark vertreten.
Hohes Niveau in Greding wie immer auch beim Drumherum: Die Organisation perfekt, das Drehbuch steht nun schon seit Jahren – da konnten auch die Aufbauarbeiten für Bayerns besten Bayern am Nebenplatz nicht stören. Souverän und gelassen brachten die beiden Turnierleiter Daniel Geyer und Gert Sorgatz mit ihrem Team das Ereignis über die Bühne. Trotz dunkler Wolken über der Anlage zu Turnierbeginn hielt das Wetter zumindest drei Tage, erst am Sonntag musste man in die Halle ausweichen. Mit 100 Teilnehmern hatte man zwar dreißig Turnierteilnehmer weniger. Doch selten ein Schaden ohne Nutzen - einseitige Partien mit Sparringspartnern in den Vorrundenbegegnungen gab es kaum. Im Nachwuchsbereich war jedes Viertelfinalspiel bereits ein vorweggenommenes Endspiel. Die Akteure mussten also von Anfang an auf der Hut sein.
Was für ein Tempo“ - so der Tenor der neutralen Zuschauer. Obwohl die Plätze aufgrund der kühlen Temperaturen eher langsam waren, wähnte man sich teilweise auf einem Rasenplatz. So mancher Akteur präsentierte ein Spieltempo, was man sonst nur selten zu sehen bekommt. Es wurde teilweise so geknüppelt, dass man darauf wartete dass einer der Bälle platzen würde. Bei den Kleineren – gespielt wurden alle Altersklassen bis zu U 10 - bestand diese Gefahr noch nicht. Stabile und sichere Grundschläge sind hier zunächst einmal die Voraussetzung um überhaupt bestehen zu können. Ohne sie geht gar nichts. Je älter die Kinder dann werden, umso mehr ist ein harter Aufschlag erforderlich. Auch der Vorhandwinner als Waffe ist so selbstverständlich wie das Amen in der Kirche. Enorme Länge, extreme Winkel und ein Schuss mit gnadenloser Wucht. Alles gepaart mit guter Beinarbeit und einer entsprechenden Grundlagenausdauer: bei zwei langen Matchs am Tag ist dies durchaus von Nöten. Dazu kommt noch die mentale Komponente: niemals aufgeben, ein Match auch einmal zu erarbeiten, das gehört genauso zu den Tugenden wie ein guter Spielstil. Alles in allem ließ sich bei den Akteuren eine Rückkehr zur Einfachheit erkennen. Wenig Show, wenig snickschnack, eher sachlich und schlicht. Die Spielkleidung ist derzeit meist weiß wie in guten alten Zeiten. Zudem scheint die Zeit der Exzentrik vorbei. Man konzentriert sich auf das Wesentliche. Ruhig und diszipliniert wurden die Spiele über die Bühne gebracht. Doch damit es nicht zu „schlicht“ wurde sorgten einige Variationen des Schlägerwurfes bei den Zuschauern dann doch noch für die nötige Erheiterung: Von kurz hart auf den Boden, flach ins Netz oder halbhoch in den Zaun bis zur kompletten Verstümmelung: alles war zu sehen. Pflichtbewusst ist die Jugend von heute aber auch hier: Der kaputte Schläger natürlich fachgemäß im Mülleimer entsorgt.
Sicher nach hause brachten die Lokalmatadoren allesamt ihre Schläger, dafür ließen sie doch zu viele Punkte liegen: die Gegner waren dann doch eine Nummer zu groß. Bastian Falk gelang es eine Runde zu überstehen. Zumindest gelang es einer Gredinger Nachwuchsspielerin auf dem Treppchen zu stehen. Naomi Trejo holte sich in der Altersklasse U 10 einen tollen dritten Platz und schaffte für den TC Grün-Weiß noch einen sportlichen Farbtupfer. Zwei dritte Ränge ebenso für zwei Lokalmatadoren. Die Hilpoltsteinerin Lisa Noderer sowie der Allersberger Felix Rupp zählen seit Jahren zu den besten Turnierspielern im Landkreis und halten dem Gredinger Ranglistenturnier seit Jahren die Treue. Doch im Halbfinale war diesmal jedoch dann Schluss für die beiden Spitzenspieler: Noderer unterlag gegen die spätere Turniersiegerin, Rupp verlor im wohl besten Spiel des Turniers gegen den späteren Finalisten Nikolai Macheu nur hauchdünn im Supertiebreak. Nur einen Platz weiter konnten die Zuschauer dann das nächste Topspiel beobachten: Sabrina Schmitt gegen Alexandra Lutz hatte alles was Damentennis auszeichnet. Knallharte Schläge von der Grundlinie, Dynamik, Ästhetik und einen Hauch von Glamour.
Grün statt orange, Decke statt blauer Himmel, Currywurst statt Weißwurst: am vierten und letzten Tag war dann Hallentennis angesagt. Dunkle Wolken mit ergiebigen Regenfällen zwangen die Veranstalter ins Tenniscenter Weinsfeld umzuziehen. Hier wurde die Sache dann noch einmal einen Tick schneller, jetzt kam der Aufschlag als Wunderwaffe ins Spiel. Leider konnten nicht mehr viele Zuschauer dort die tollen Finals zu Ende schauen. Teufelsrad, Weinberglese und Farblabor – ein Großteil der Tennisclub Mitglieder musste zudem „Bayerns besten Griechen“ Georgios Fotopoulos bei seinem Einsatz beim Bayern 1 Festival unterstützen. Mit seinem Team landete er auf Rang drei. Für den dritten Rang gab es dann auch beim Jugendturnier noch schöne Pokale. Zwar waren sie nicht so groß wie der Henkelpott vom Vorabend, doch die Freude darüber war ebenso riesengroß.
U 21 Herren: Raffael Götz (DRC Ingolstadt) – Nikolai Macheu (TV 1860 Band Windsheim) 6:4/3:6/10:8
U 21 Damen: Clara Kühn (TC Haiger) – Sabrina Schmidt (CAM Nürnberg) 6:1/6:3
U 16 männlich: Sinha Rohit (TC Neunkirchen Brand) – Cornelius Schramm (TB Erlangen) 6:4/6:2
U 16 weiblich: Vera Sübyeci, (TC Rot-Weiß Landshut) - Sofija Hrovat (TB Erlangen) 6:2/6:2
U 14 männlich: Felix Förtsch (NHTC Nürnberg) – Max Hahner (TV Fürth) 6:4/7:5
U 12 männlich: Leicht Marius (DRC Ingolstadt) – Temmesfeld Paul (TV Fürth) 6:3/6:2
U 12 weiblich: Tekkenberg Kim (TB Erlangen) Rauscher Viktoria ( DRC Ingolstadt) 6:2/6:1
U 10 männlich: 1. Marc Raify (SV Zuchering)
U 10 weiblich: 1. Hauck Lucy (TC Blau-Weiß Schwetzingen)
Spieltag 9., 11. und 12. Mai 2013
Die Saison verläuft wie das Wetter.“ Was haben Inge Niedek (ZDF) und Karsten Schwanke (ARD) mit der Spielzeit des TC Greding zu tun? Eigentlich gar nichts und doch sehr viel: Für die Spielergebnisse des TC Gredings hätte man nämlich keinen Lokalsportteil des Donaukurier öffnen müssen. Es hätte ein Blick auf die Wetterkarte im Fernsehen vollkommen genügt, um den Saisonstart in den Medenspielen zu untersuchen. Die Saison 2013 verläuft nämlich bisher genauso wie das Wetter. Der Wonnemonat Mai hat sich zwar ordentlich eingeführt. Kontinuität ist aber wenig zu erkennen. Zwar war das erste Maidrittel kein klassischer Fehlstart, doch die Wonne hielt sich noch in Grenzen. Gerade die Sonnenstunden lassen noch auf sich warten, einige kühlere Tage inbegriffen. Solide – aber mehr nicht. Der zweite Spieltag beim TC Greding war zwar einen Tick besser, der große Wurf bleibt aber weiterhin aus. Vielleicht kommt er endlich mit den sonnigen Tagen, die hoffentlich bald folgen werden.
Diesen Gegner muss man schlagen“ – das war die einhellige Meinung der Ersten Herrenmannschaft in Dinkelsbühl. Mit dem Aufsteiger aus der ehemaligen Reichsstadt stand eine durchaus lösbare Aufgabe auf dem Programm, zumal man auch noch in Top-Aufstellung ins Rennen ging. Doch es kam, wie es kommen musste: Nach vier verlorenen Super-Tiebreak-Spielen verlor man letztlich knapp mit 4:5. Man ärgerte sich über zwei verschenkte Punkte und musst eingestehen, dass die Leistung an diesem Tag nicht reichte. Man hat derzeit noch nicht die Frühform des Vorjahres, zudem zeigte sich der Gegner alles in allem einen Tick konsequenter und konnte in den engen Spielen stets den Sack zumachen. Zu Beginn lief alles nach Plan. In Runde eins setzte Daniel Geyer setzte mit einem Kantersieg gleich ein Ausrufezeichen, Jürgen Regensburger und Alex Batz hatten ihre Gegner eigentlich im Sack. Nach einer längeren Regenpause kamen sie etwas aus dem Rhythmus und verloren jeweils knapp im Supertiebreak. So stand man nach 1:2 in Runde zwei schon etwas unter Druck: Michael Beck und Martin Bauernfeind konnten ihr Einzel gewinnen, Christian Hobauer verlor in einem absoluten Spitzenspiel knapp. Während Hobauer/Beck das vordere Doppel nach starker Leistung gewannen, verlor das Duo Regensburger/ Bauernfeind im hinteren Paarkreuz. Im Finale des Schussdoppels verloren Batz/ Geyer dann im Supertiebreak. Nun gilt es in den noch ausstehenden Spielen die nötigen Punkte einzusammeln.
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