Bericht Saisonauftakt Kuddel-Muddel 2010
heißt es nach Hermann Hesse. In allen Lebensbereichen haben Neuanfänge ihren besonderen Zauber und Reiz. In jedem Anfang steckt Energie, von jedem Anfang geht ein Impuls aus. Den Zauber des Saisonanfangs konnten die Mitglieder des Tennisclubs Grün-Weiß Greding am Wochenende hautnah spüren. Kaiserwetter, eine Anlage die glänzte, dazu ein Rekordteilnehmerfeld beim Kuddelmuddelturnier. Der Auftakt kann sich sehen lassen und macht Lust auf mehr. Die Saison kann nun so richtig beginnen.
„Es liegt was in der Luft“ - den Zauber des Tennisauftakts konnte man schon am Morgen mit allen Sinnen „schnuppern“ – dieses ganz besondere Gefühl, das man seit Mitte Oktober vermisst hat: Freier Himmel, eine leichte Windbrise, dominiert von einem stechenden Planeten. Und vor allem endlich wieder eines: leuchtend roter Sand. Auf ihm zischte dann schon bald der gelbe Filzball so schnell, als hätte es den langen Winter nicht gegeben. Und da war es dann wieder – dieses ganz besondere Gefühl, der leichte Schweißfilm auf der Haut, die Müdigkeit am Abend.
Am Morgen war jedoch zunächst „Grundlagenarbeit“ angesagt. Beim Sektfrühstück konnte man sich stärken. Breitensportwart Georgios Fotopoulos, der zusammen mit dem zweiten Vorstand Peter Miehling durchs Turnier führte hatte wieder einen tollen Brunch vorbereitet. Nach den Grußworten des neuen Vorstandes Christian Hobauer konnte man sich den entsprechenden „Unterboden“ holen, oder an der Sektbar an das Sajojo-Konzert vom Vortag anknüpfen. Weiter ging`s mit der Auslosung. Über 60 Spieler waren während des Tages im Einsatz. Ob Männlein oder Weiblein, ob Alt oder Jung, ob Groß oder Klein, ob blutiger Amateur oder Semiprofi – kunterbunt und durch den Gemüsegarten wurde gelost, interessante Partien waren die Folge. Einzige Bedingung: ein „Starker“ musste mit einem „Schwächeren“ zusammen ein Doppel spielen. Witzige Partien mit tollen Ballwechseln waren die Folge. Ob locker lässig, top-motiviert oder besonders ehrgeizig. Alle Facetten waren zu sehen. Und eine neue Herausforderung waren diesmal sicherlich die Plätze: Checkheftgepflegt, dazu „brettlhart“ und alles in allem in einem Bombenzustand. Hier wurde gute Arbeit geleistet. Die Walze soll angeblich noch um Mitternacht gelaufen sein. Entsprechend schnell war dann auch das Geläuf. So mancher Kicker hatte so seine Schwierigkeiten damit. Statt Sandgrube hieß es diesmal Hartcourt-Tennis. Die halbe Miete war hier wie immer beim Doppel ein guter Aufschlag und Return. Interessantes auch wieder auf dem Feld der Taktik: Ob Abwehrschlacht a la Jose Mourinho oder Offensivspektakel a la Louis Van Gal – die schon bekannten Strategien waren auch dem Laien klar. Auf den ersten Blick nicht zu definieren war dagegen eine Kriegslist die ihren Ursprung im Bereich der Schlafforschung zu haben scheint - die „Einschläferungstaktik“: Den Gegner einschläfern, Punkte sammeln und ehe er aufwacht ertönt dann die Schlusspfeife. So mancher Geheimfavorit musste so die Segel streichen und ging mit einer glatten Nullnummer aus dem Turner. Doch immerhin holte man sich beim Spielen einen ansprechenden Teint. Und Spaß beim Spielen hatten wirklich alle. Ohne Druck in entspannter Atmosphäre kicken, dazu noch Sonnenbaden auf der Wellnessterasse. In Managermagazinen würde so etwas unter den Begriff „Lebensqualität“ fallen.
Nach und nach kristallisierten sich dann auch die späteren Sieger heraus: Vier Spieler hatten am Ende vier Siege zu verzeichnen, so dass es zu einem glatten Stechen kam. Rudi Meier, Jakob Dollinger, Josef Weingärtner und Birgit Daiser mussten auf dem Centre-Court dann noch ein Finale ausspielen um die Gesamtsieger zu ermitteln. Der Jüngste im Bunde wurde dann auch erster: Jakob Dollinger spielte ein tolles Kuddel-Muddel holte sich Rang eins und damit den begehrten Knüppel-Pokal. Mit einer weißen Weste durchs Turnier, dazu noch das Finale gewonnen: er darf sich nun zurecht als echter „Knüppler“ bezeichnen. Josef Weingärtner landete auf Rang zwei gefolgt von Doppelspezialist Rudi Meier. Sie wurden von Vorstand Christian Hobauer und Georgios Fotopoulos dann für ihre Leistungen geehrt. Sie bekamen Urkunden und kleine Präsente. Und mit der Siegerehrung klang die Auftaktveranstaltung dann so allmählich aus.
„In jedem Anfang steckt ein Zauber inne“ – und mit diesem Zauber geht es jetzt rein in die neue Spielzeit.
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